Neue Strategie Deutsche Post DHL will stärker vom E-Commerce profitieren

Donnerstag, 03. April 2014
Konzernchef Frank Appel bei der Vorstellung der Strategie 2020 (Bild: Deutsche Post DHL)
Konzernchef Frank Appel bei der Vorstellung der Strategie 2020 (Bild: Deutsche Post DHL)


Die Post bricht in ein neues Zeitalter auf. Gestern stellte Postchef Frank Appel die neue Strategie des Unternehmens bis ins Jahr 2020 vor. "Focus.Connect.Grow" lautet für den gelben Riesen in den kommenden Jahren die Leitlinie. Der Konzern will weiter wachsen, Schwellenländer erschließen und noch stärker vom wachsenden Onlinehandel profitieren.
Ein sichtlich aufgeräumter Konzernchef Frank Appel präsentierte in Frankfurt die neue Ausrichtung des Konzerns. Der ehemals dröge Staatskonzern ist mittlerweile ein bestens aufgestellter global Player mit einem Umsatz von über 55 Milliarden Euro und einem Gewinn von 2,9 Milliarden Euro. Satt ist der Riese aber dennoch nicht. Er will sich in den nächsten sechs Jahren noch stärker auf seine eigenen Stärken konzentrieren, die Qualität der Leistungen weiter ausbauen und neue Wachstumsfelder erschließen. Der EBIT soll so bis 2020 jährlich um 8 Prozent pro Jahr wachsen.

Dabei setzt Konzernschef Appel vor allem auf einen weiter zunehmenden Onlinehandel. 2013 hatte der Konzern erstmals mehr als eine Milliarde Pakete in Deutschland ausgeliefert.  "Das Wachstum soll stärker sein als der Markt", sagt Appel. Damit unterstreicht die Deutsche Post DHL den globalen Führungsanspruch in der Logistikbranche. Und das macht sie auch nach außen deutlich. Die Brief-Divison nennt sich in PeP - Post - E-Commerce - Parcel - um. Hier bündelt der Konzern künftig neben dem klassischen Briefgeschäft unter anderem den Internet-Versandhandel im In- und Ausland, das Paketgeschäft in Deutschland und Nachbarländern, die Plattform MeinPaket, den Lebensmittel-Lieferdienst Allyouneed", den E-Postbrief und den ADAC Postbus. MeinPaket hat sich nach dreieinhalb Jahren hinter Amazon und Ebay mit 10 Millionen Proudkte als Nummer 3 etabliert.  Allyouneed erzeilt in China schon Umsätze, obwohl der Konzern dort noch nie für die Plattform geworben hat. Jetzt wird die Seite ins Chinesische übersetzt.

Hierzulande setzt PeP-Vorstand Jürgen Gerdes auf den Faktor Zeit. "Der demographische Wandel wird das Thema Online-Lebensmittelbestellung treiben", sagt Gerdes. Hinzu kommen Neuheiten wie ein Paketkasten, den sich Hauseigentümer in den Vorgarten stellen können und zu dem Wettbewerber zunächst mal keinen Zugang haben werden. Damit der DHL-Paketbote nicht mehr umsonst dreimal klingen muss. In Deutschland, aber künftig auch in anderen Ländern mir
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