Native Advertising Leser wünschen sich Kennzeichnung mit "Anzeige" und "Gesponsert"

Dienstag, 30. Mai 2017
Carsten Schwecke, stellvertretender Vorsitzender des OVK im BVDW
Carsten Schwecke, stellvertretender Vorsitzender des OVK im BVDW
Foto: Media Impact

Wenn es um die Kennzeichnung von Native Advertising geht, wünschen sich digitale Leser die Begriffe "Anzeige" und "Gesponsert". Das ist das Ergebnis einer Befragung der Beratungsgesellschaft Dcore, die nun gemeinsam vom Onlinevermarkterkreis (OVK) und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) veröffentlicht wurde. Die Werbeform an sich würde sich einer "erstaunlich hohen" Akzeptanz erfreuen.

Die beiden Begriffe "Anzeige" und "Gesponsert" erreichten in den relevanten Kategorien Bekanntheit, Passung und Image überdurchschnittlich gute Werte, heißt es, und setzten sich damit von anderen Begriffen wie "Präsentiert von" und "Promotion" deutlich ab. Sowohl auf mobilen Geräten als auch stationär gelten die Begriffe für die Internetnutzer als beste Kennzeichnung für Native Advertising. "Anzeige" punktet demnach vor allem mit guter Passung in das redaktionelle Umfeld (60,4 Prozent). "Gesponsert" ist von den angefragten Begriffen am bekanntesten (72,3 Prozent) und wird im Vergleich der beiden Begriffe als noch treffender bewertet.


Dcore hat für die Auswertung, bei der es um die verständlichste Kennzeichnung von Native Advertising aus Nutzersicht ging, über 1000 Personen befragt. Die beiden Verbände OVK und VDZ veröffentlichen die Ergebnisse gemeinsam, da ihre Mitglieder die digitale Werbemöglichkeit Native Advertising in Deutschland aktiv weiterentwickeln und die Akzeptanz bei den Nutzern stützen wollen.

Kaum verwunderlich also, dass die Verbände die Akzeptanz dieser Werbeform für "erfreulich hoch" befinden - sofern sie denn richtig gekennzeichnet ist. Die Ergebnisse der Befragung würden diese Beobachtung stützen. Die gekennzeichneten Ads würden auf Internetnutzer interessant und modern wirken und für informative Inhalte stehen. Verantwortlich dafür sei die redaktionelle Anmutung und gute Integration entsprechender Teaser in die Webseite. "Native Advertising wirkt glaubwürdig und seriös", so OVK und VDZ in einer Mitteilung.

"Von Native Advertising versprechen sich nach der jüngsten VDZ-Trendumfrage 35 Prozent der Mitgliedsverlage steigende Umsätze", sagt Alexander von Reibnitz, VDZ Geschäftsführer Print und Digitale Medien. "In diesem neuen Feld sind gut verständliche Kennzeichnungen für die Akzeptanz und Werbewirkung entscheidende Erfolgskriterien." Carsten Schwecke, stellvertretender Vorsitzender des OVK im BVDW ergänzt: "Aus Vermarktersicht hatte es höchste Priorität, die Kennzeichnungsempfehlung für Native Advertising aus Nutzersicht zu konzipieren, um eine möglichst hohe Akzeptanz der Begrifflichkeiten zu gewährleisten." ron

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