Nach "Dieselgate" Volkswagen wirbt in Print-Anzeigen um Vertrauen

Montag, 07. März 2016
Der VW-Konzern will Vertrauen zurückgewinnen
Der VW-Konzern will Vertrauen zurückgewinnen
Foto: Volkswagen Aktiengesellschaft

Nach dem Skandal um die Manipulation von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen hat Volkswagen damit begonnen, die betroffenen Motoren in Werkstätten umzurüsten. Allein in Deutschland müssen 2,5 Millionen Autos in die Werkstätten, um ein Software-Update zu erhalten. Gleichzeitig startet der Hersteller eine groß angelegte Printkampagne in Tageszeitungen - und bittet die Kunden darin um ihr Vertrauen.
Mit den Anzeigen will Volkswagen offenbar signalisieren, dass man verstanden hat: Die durch "Dieselgate" ausgelöste Vertrauenskrise ist nicht mit einigen technischen Handgriffen zu lösen. Sondern nur durch "Gründlichkeit, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit", wie es im Anzeigentext heißt. Dort wird auch erklärt, was bei der Umrüstung eigentlich genau passiert.
VW will den Kunden signalisieren, dass man verstanden hat
VW will den Kunden signalisieren, dass man verstanden hat (Bild: FAZ/HORIZONT)
Ein VW-Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, die Kampagne laufe in regionalen und überregionalen Tageszeitungen. Verlängert wird sie durch Postings auf Facebook. Auf der zentralen deutschen Panpage des Unternehmens findet sich der Anzeigentext im Wortlaut, dazu ein Bild mit der Schlagzeile der Anzeige. Seit Bekanntwerden des Skandals bemüht sich Volkswagen, Vertrauen wieder als zentralen Unternehmenswert zu etablieren: Schon in den vergangenen Monaten krochen die Wolfsburger auf ganzseitigen Print-Anzeigen zu Kreuze. Um Vertrauen ging es zuletzt auch in einer Image-Kampagne von VW - der ersten nach "Dieselgate". Zudem hatte Volkswagen im selben Zuge einen internen Kulturwandel ausgerufen und die Unternehmensmarke neu aufgestellt.

Der VW-Konzern hatte weltweit elf Millionen Diesel mit einer Software ausgestattet, die die gesundheitsschädlichen Abgase auf dem Prüfstand der Behörden drosselt. Das geheime Programm erkennt die Testsituation und greift dann in die Antriebs- und Abgassteuerung ein. Der Skandal stürzte Volkswagen in die bisher schwerste Krise der rund 80-jährigen Unternehmensgeschichte. ire / mit Material von dpa
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