Nach 25 Jahren Bitburger steigt als DFB-Sponsor aus

Freitag, 20. Januar 2017
Eine WM ohne Bitburger-Werbung - kaum vorstellbar
Eine WM ohne Bitburger-Werbung - kaum vorstellbar
© Bitburger

Seit 1992 ist Bitburger Sponsor des Deutschen Fußball-Bundes. Doch jetzt neigt sich die langjährige Partnerschaft ihrem Ende zu. Die Brauereigruppe, die ihr Engagement traditionell mit massiven Werbekampagnen aus der Feder von Jung von Matt/Alster begleitet, steigt aus. Das bestätigt das Unternehmen auf Anfrage von HORIZONT Online.
"Die Bitburger Brauerei hat im Rahmen ihrer neuen strategischen Ausrichtung entschieden, die Qualität und den einzigartigen Geschmack des Bitburger Premium Pils bei allen Kommunikationsmaßnahmen zukünftig noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Daher werden die Brauerei und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ihre bisherige Partnerschaft in gegenseitigem Einvernehmen nach Auslaufen des Vertrags Ende 2018 nicht verlängern", kündigt Axel Dahm, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, an. Beim DFB ist man bemüht, das Thema nicht an die große Glocke zu hängen. Marketingdirektor Denni Strich dankt Bitburger in einer Stellungnahme für die "jahrelange, intensive Partnerschaft". "Wir werden nunmehr den Markt nach einem neuen Premiumpartner sondieren", so Strich weiter.  Der Schritt kommt durchaus überraschend. Und das nicht nur, weil Bitburger seit rund 25 Jahren als DFB-Partner an Bord ist. Sondern auch, weil die Brauereigruppe ihren Sponsoringvertrag erst im Herbst 2016 verlängert hat. Werner Wolf, dessen Abschied als Bitburger-Chef damals kurz bevorstand, hatte die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem DFB noch eingetütet und in den höchsten Tönen von dem Engagement geschwärmt. "Die Nationalmannschaften begeistern nach wie vor die Menschen und reißen sie mit, insbesondere bei Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften – wir freuen uns, als Sponsor ein Teil davon zu sein", sagte Wolf damals. Über das DFB-Sponsoring gelinge es Bitburger, "wichtige Zielgruppen mit einem Thema zu erreichen, welches sie in ihrem Alltag emotional berührt“. 

Axel Dahm, der Wolf im September als Sprecher der Geschäftsführung ablöste, scheint da völlig anderer Meinung zu sein. Und zwar nicht in erster Linie deshalb, weil Bitburger im DFB-Umfeld auf sein alkoholfreies 0,0-Prozent-Bier limitiert war. Dahm, der zuvor Strategie, Marketing und Vertrieb bei Gerolsteiner Brunnen verantwortet hatte, geht es offenbar darum, die Marke Bitburger wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Und das heißt eben, nicht als Anhängsel oder Sparringspartner des DFB aufzutreten, sondern als Premium-Brand, die für sich alleine steht. 

Dass sich Bitburger komplett aus dem Fußball-Sponsoring verabschiedet, steht allerdings nicht zur Debatte. "
Die Bitburger Braugruppe wird auch künftig Partner und Sponsor ausgewählter Fußballvereine und Clubs in den verschiedenen Ligen bleiben", sagt Dahm. Details will er noch nicht verraten. Aktuell ist das Unternehmen als Sponsor bei Vereinen wie Bayer 04 Leverkusen, dem 1. FC Köln, dem 1. FSV Mainz 05 und der TSG Hoffenheim aktiv. mas
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