Nach 21 Jahren Ford verabschiedet sich mit einem "Mustang-Moment" aus der Champions League

Mittwoch, 12. März 2014
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Seit den 90er Jahren gehört Ford als Sponsor zum Inventar der Champions League, doch nach dem Finale am 24. Mai wird sich die Uefa einen neuen Top-Sponsor suchen müssen. Die US-Marke steigt vorzeitig aus der Königsklasse des Fußballs aus und will künftig auf andere Wege der Kundenansprache setzen. Für den letzten Auftritt vor einem europaweiten Publikum verspricht der US-Automobilhersteller einen "Mustang-Moment".
Star des Werbeauftritts zum Finalspiel in Lissabon soll die Wiederauflage des Ford-Klassikers Mustang sein, der jetzt auch in Europa eingefürt wird. Für Stephen Odell, Präsident von Ford Europa, Mittlerer Osten und Afrika, ein angemessener Schlusspunkt: "Mit der Ankunft des Mustangs in Europa beenden wir unser langjähriges Sponsoring der Uefa Champions League mit einem Höhepunkt." Warum Ford die langjährige Partnerschaft sogar noch vor dem Ende der ursprünglichen Vertragsaufzeit bis zum Saison-Ende 2014/15 beendet, will der Ford-Chef allerdings nicht näher kommunizieren. Odell deutet allerdings an, dass sich die Kommunikationsprioritäten der Marke geändert haben: "So wie sich Ford in Europa mit neuen Modellen und Technologien weiterentwickelt, müssen wir auch neue und innovative Ansätze finden, um mit den Konsumenten zu kommunizieren - zum Beispiel indem wir die sozialen und digitalen Kanäle stärken." Wie solche Konzepte aussehen könnten, demonstrierte Ford Deutschland zuletzt mit seiner interaktiven kampagne "Eine Idee weiter", bei der User eigene Ideen zur Zukunft der Mobilität beitragen sollten.

Durch das Ende des Champions-League-Engagements werden bei Ford nun - zumindest in der Theorie - jährlich rund 40 Millionen Euro für Investitionen in diese neuen Kanäle frei. Allerdings steht der Autobauer nun auch vor der Herausforderung, eine Kommunikationsstrategie zu entwickeln, die mit der Reichweite des bisherigen Sponsorings konkurrieren kann. So wird beim kommenden Finalsspiel erwartet, dass rund 300 Millionen Zuschauer in 200 Ländern vor den Fernsehgeräten sitzen werden. Dieses breite Publikum hatte Ford in der Vergangenheit immer wieder als exklusive Bühne zum Launch von Modellen wie dem Kuga, Ford S-Max und B-Max genutzt. cam
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