Moto-X-Kampagne Google erklärt allen anderen Smartphones den Krieg

Dienstag, 10. September 2013
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Vergleichende Werbung ist im Smartphone-Segment mittlerweile schon fast zur Selbstverständlichkeit geworden. Samsung konnte sich über Sticheleien gegen das iPhone profilieren und Nokia teilt kräftig gegen Apple und Samsung aus. Doch mit seiner von Droga 5, New York, kreierten Kampagne legt die Google-Tochter Motorola die Latte noch einmal deutlich höher: Im Vergleich zum Moto X sind alle traditionellen Smartphones wie fette, faule Kerle. Die Kampagne unter dem Slogan "It's not you, it's your phone" liefert einen interessanten Einblick in die Positionierung, die Motorola für seinen Hoffnungsträger anstrebt. Die ersten Spots beschränkten sich noch darauf, die neuen Features des Moto X in einer sehr an Apple erinnernden emotionalen Tonalität zu erklären. Die neue Kampagne versucht dagegen, das Modell als grundsätzlich andere Entwicklungsstufe der mobilen Kommunikation zu inszenieren. Moto X beschränkt sich nicht mehr darauf, mit den anderen Angeboten zu konkurrieren, es will die Standards der Gerätekategorie neu definieren.

Wie die Kampagne dabei vorgeht, zeigt anschaulich der Spot "Touchless Control". Bisher war der Touchscreen als Interface, wie er von Apple für das iPhone entwicklet wurde, ein wesentlicher Grundstein für den Erfolg der modernen Smartphones. In dem Spot dagegen steht der Protagonist vor der wenig verführerischen Wahl, mit dem Massieren seiner Frau aufzuhören, um sein Smartphone zu bedienen - das von einem fetten, faulen Kerl gespielt wird. Die bisherige Stärke des Gerätedesigns wird einfach als Schwäche inszeniert.



Ob Motorola in Deutschland vergleichbar aggressiv werben wird, ist derzeit noch offen. Die aktive Vermarktung soll hierzulande erst im Herbst beginnen. Klar ist allerdings schon, dass die in den USA besonders aggressiv beworbenen Individualisierungsmöglichkeiten in den europäischen Märkten keine vergleichbare Rolle spielen werden. Denn anders als in den USA hat das Unternehmen in Europa noch keine geeignete Produktionsstätte, um die vorgesehene Bandbreite an Farben auch tatsächlich liefern zu können. cam
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