Möbelriese Ikea denkt über eigene Restaurants nach

Dienstag, 28. November 2017
Erobert Ikea jetzt auch die Innenstädte?
Erobert Ikea jetzt auch die Innenstädte?
© Ikea / Helmut Stettin

Die Deutschen schätzen Ikea nicht nur der Möbel wegen. Die stets gut gefüllten Restaurants und Imbiss-Stände in den gelb-blauen Einrichtungshäusern zeigen, dass sich das schwedische Unternehmen auch mit seinem Food-Angebot einen Namen gemacht hat. Dass unlängst Burger King und McDonald's eigene Hotdog-Varianten auf den Markt gebracht haben, dürfte ebenfalls eine Reaktion auf den nach wie vor sehr nachgefragten Ikea-Klassiker sein. Auf die Attacke der Fastfood-Riesen folgt nun möglicherweise ein Gegenangriff. Den legendären Brühwurst-Snack könnte es bald auch außerhalb der Ikea-Möbelhäuser geben.
Werden Thjnk, Grabarz & Partner & Co bald auch Food-Kampagnen für ihren Großkunden Ikea entwickeln? Diese Möglichkeit besteht durchaus. Denn Ikea denkt über die Eröffnung von Restaurants außerhalb seiner Möbelhäuser nach. Das bestätigt eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber HORIZONT Online. Entgegen anderslautender Medienberichte steckt das weltweit angelegte Projekt aber noch in den Kinderschuhen. "Es gibt Stand heute weder eine Entscheidung noch einen Zeitplan", bekräftigt die Sprecherin - und widerspricht damit der Darstellung auf wuv.de. Hier wurde "2018, spätestens 2019" als Startdatum genannt. 

 Restaurant in einem Ikea-Einrichtungshaus
Restaurant in einem Ikea-Einrichtungshaus (© Ikea)
Dass Ikea ernsthaft über eigene Restaurants nachdenkt, ist allerdings kein Wunder. Zum einen hat das Unternehmen unter anderem in Hamburg bereits erfolgreich mit Pop-up-Stores experimentiert. Zum anderen läuft das 
Geschäft bestens. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Ikea seine Restaurant- und Lebensmittel-Umsätze in Deutschland um 4,1 Prozent auf 230,5 Millionen Euro gesteigert. Damit läuft das Food-Geschäft besser als der Rest. In den 53 Möbelhäusern hat Ikea Deutschland 4,867 Milliarden Euro umgesetzt. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von lediglich 2,4 Prozent. Zuvor hatte Ikea Deutschland ein Wachstum von 7 Prozent geschafft.

Schneller als der stationäre Möbelhandel hat sich auch das Online-Geschäft entwickelt. Dieses legte um 30,7 Prozent auf 304 Millionen Euro zu. Das entspricht 6,3 Prozent des Umsatzes. mas
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