Modekunden radikal Justfab steigert das Zalando-Szenario für Postboten ins Extreme

Dienstag, 25. März 2014
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Zufall oder Absicht? Nachdem Zalando die Postboten in seiner Werbekampagne in die Frühpension schickte, ist jetzt bei Justfab, dem Portal für kuratiertes Shopping, Jagdsaison für Paketzusteller. Im aktuell eingesetzten TV-Spot treiben die Kundinnen ihre Modebegeisterung allerdings deutlich weiter als ihre Gesinnungsgenossinen bei Zalando. Statt nur zu schreien, jagen sie die Postboten oder ringen sie im Überraschungsangriff gleich zu Boden.
Der Spot von einer nicht genannten US-Agentur stellt allerdings auch die Frage, inwieweit sich Justfab in seiner Werbekommunikation von den Ideen der Zalando-Agentur Jung von Matt/Fleet inspirieren lässt. Schon der Launch-Spot von Justfab in Deutschland hatte sich einen wesentlichen Mechanismus der Zalando-Kampagne entliehen. Wie bei dem Berliner Modehändler, dessen Claim "Schrei vor Glück" ist, begannen auch die Justfab-Shopperinnen beim Anblick der Mode sofort zu schreien.

Zalando ist nicht das einzige deutsche Unternehmen aus der Modebranche, dessen Kampagne den Geschmack der Marketingverantwortlichen von Justfab zu treffen scheint. In einem weiteren Spot des Online-Portals ist eine ältere Frau beim Twerken zu sehen. Dazu sagt eine Sprecherin im Off: "Die meisten von Euch sehen dieser Omi beim Twerken zu. Der Rest fragt sich: Wor hat sie nur diese hammergeilen Schuhe her?" Menschen mit surrealem Verhalten, die bei den Beobachtern nur die Frage nach der getragenen Mode auslösen? Diese Mechanik war Monate zuvor schon in den Werbeblöcken zu sehen. Damals allerdings war das die Kampagnenmechanik der ersten Otto-TV-Kampagne von Heimat. cam
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