Mobile-Werbung Wie große Marken den Erfolg von Facebook und Co pushen

Donnerstag, 31. Juli 2014
Der Daumen zeigt nach oben - für Facebook genauso wie für die großen Marken in Sachen Mobile Ads
Der Daumen zeigt nach oben - für Facebook genauso wie für die großen Marken in Sachen Mobile Ads
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Facebook Twitter Werbeform Quartalszahl 1&1 Web.de McDonald’s


Was bringt eigentlich Mobile-Werbung? Während gerade hierzulande viele immer noch über vermeintlichen Sinn und Unsinn der Werbeform streiten, haben Facebook und Twitter mit ihren aktuellen Quartalszahlen Fakten geschaffen. Denn die jüngsten Berichte der Social-Media-Giganten beweisen vor allem eines: Die Mobile-Werbung großer Marken ist die wesentliche Triebfeder des derzeitigen Erfolgs. Das Beispiel Facebook beeindruckt am meisten: In Sachen Mobile-Ads konnte das Unternehmen seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 150 Prozent steigern. Insgesamt macht Mobile-Werbung mittlerweile 62 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Für Facebook, aber auch für Twitter, war es also ganz offensichtlich der richtige Schritt, neben kleinen und auf Mobile-Advertising spezialisierten Playern auch die großen Marken ins Boot zu holen. Und die haben wohl mittlerweile erkannt, dass die Facebook- und Twitter-Streams eine der besseren Möglichkeiten sind, um Verbraucher auf ihren mobilen Endgeräten zu erreichen, wie der Branchendienst "Adweek" treffend analysiert.

Die Kunden ihrerseits danken es mit beeindruckenden Zahlen. Wie beispielsweise McDonald's, das dieser Tage die Ergebnisse der "FryFutbol"-Kampagne zur WM vorgelegt hat, die gemeinsam mit Facebook entwickelt wurde: Von den mehr als 400 Millionen Impressionen entfallen weit mehr als 100 Millionen auf mobile Endgeräte. Der Fastfood-Riese selbst sieht in den beeindruckenden Werten "ein Beispiel dafür, wie Aktualität und Originalität Brand-Stories auf Facebook zu Erfolg verhelfen".

Die Marken haben im Verlaufe des sportlichen Megaevents in Brasilien also alles richtig gemacht und die Quartalszahlen von Facebook und Co enorm gepusht. Bleibt die Frage, wie sehr der aktuelle Boom wirklich von der WM abhing und ob spätestens im übernächsten Quartal der große Einbruch kommt. Zumal gerade in Deutschland das Thema seit jeher sehr kritisch betrachtet wird.

Derzeit jedenfalls sieht es tatsächlich so aus, als wollten auch die hiesigen Werbungtreibenden den Mobile-Aufwärtstrend mitnehmen. "Facebook ist der erste Anbieter, der zeigt, dass Mobile-Vermarktung funktioniert. Das ist ein immens starkes Signal für den ganzen Markt", sagt beispielhaft Jan Oetjen, Chef des Portalgeschäfts von 1&1 (Web.de, GMX) in der HORIZONT-Ausgabe 31/2014 zum Thema. Aufbruchstimmung oder kurzfristiger Hype: Zumindest in Sachen Mobile Advertising dürften die nächsten Monate spannend werden. tt

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