Mobile Werbung Der Run auf Native Advertising

Donnerstag, 05. März 2015
Bei mobiler Werbung werden Native-Formate stark nachgefragt
Bei mobiler Werbung werden Native-Formate stark nachgefragt
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Advertising USA Jay Stevens ComScore Google


Dass mobile Werbung im Mediamix weiter an Bedeutung gewinnt, haben kürzlich schon die Nielsen-Zahlen für Januar eindrucksvoll gezeigt. Zwar spielt Mobile mit Spendings in Höhe von gerade einmal 12 Millionen Euro in Deutschland noch längst nicht in einer Liga mit den klassischen Medien. Doch das Wachstum von satten 67 Prozent legt nahe, dass die Werbeindustrie immer stärker auf den Kanal setzt. Immer relevanter wird dabei auch Native Advertising, wie jetzt eine Umfrage von Rubicon Project nahe legt.
Laut der Studie, die am Donnerstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt wurde, werden sich die Budgets für Native Mobile Advertising 2015 weltweit mehr als verdoppeln. Laut den befragten Experten, bei denen es sich um Einkäufer aus großen Mediaagenturen aus aller Welt handelt, wird in diesem Jahr 13 Prozent des gesamten globalen Mobilebudgets in Native Advertising investiert. Im Jahr 2014 waren es lediglich fünf Prozent. Vorreiter ist die USA. Die Einkäufer in den Agenturen prognostizieren hier eine schnelle Expansion dieser Werbeform auf 16 Prozent der Gesamtausgaben für mobile Werbung.
„Mobile Native Advertising war vor 2014 für Käufer nicht einmal verfügbar und jetzt macht es 13 Prozent der Gesamtausgaben für Mobile Advertising im Jahr 2015 aus.“
Jay Stevens
Jay Stevens, Rubicon Project
Jay Stevens, Rubicon Project (Bild: Rubicon Project)
Für Jay Stevens, General Manager International bei Rubicon Project, ist die Studie ein Beleg dafür, wie rasant sich der Markt für Mobile Werbung entwickelt. "Mobile Native Advertising war vor 2014 für Käufer nicht einmal verfügbar und jetzt macht es 13 Prozent der Gesamtausgaben für Mobile Advertising im Jahr 2015 aus", so Stevens. Joe Prusz, Head of Mobile bei Rubicon Project, rechnet auch insgesamt mit einem starken Wachstum von Mobile Advertising. "Vor allem, da Käufer das Potenzial von Mobile im Digital-Marketing-Mix erkannt haben", so Prusz. Zulegen soll neben Native-Advertising-Formaten auch der sogenannte Automated-Guaranteed-Einkauf von mobiler Werbung. Dabei erhalten Kunden beziehungsweise Einkäufer nicht nur eine Garantie über die pauschale Reichweite einer Kampagne, sondern können auch bestimmte Targeting-Vorgaben machen, etwa zur Zielgruppe. Sogar einzelne Rubriken mobiler Websites lassen sich inzwischen per Automated-Guaranteed-Einkauf buchen. Da Käufer immer häufiger Premiuminventar und -platzierungen verlangen, um ihre Werbeziele zu erreichen, wird diese Form des automatisierten Werbeverkaufs laut Studie weltweit weiter an Bedeutung gewinnen. Satte 81 Prozent der befragten Einkäufer sehen in der Umsetzung von Automated Guaranteed eine Top-Priorität für dieses Jahr. 
Opel Corsa Kampagne
Bild: Opel

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Die jährliche Studie "Mobile Buyer Survey", die Rubicon Project im Januar und Februar 2015 bereits zum dritten Mal durchgeführt hat, ist nicht repräsentativ, gilt aber als wichtiger Indikator für Entwicklungen in der digitalen Werbeindustrie. Die kalifornische Firma hat sich auf die Automatisierung der Vermarktung von Online-Werbeinventar spezialisiert und gehört mit mehr als drei Billionen Buchungsanfragen monatlich zu den führenden Anbietern weltweit. Vor allem in den USA ist Rubicon Project eine Macht, laut Comscore erreicht das Unternehmen dort über 96 Prozent der Internetnutzer und hat damit eine größere Reichweite als Google. mas
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