Mobile-Markt 10 Tipps für erfolgreiches App-Marketing

Dienstag, 07. April 2015
Digitale und vor allem mobile Werbung fachen den Werbemarkt an
Digitale und vor allem mobile Werbung fachen den Werbemarkt an
Foto: Rangizzz/Fotolia
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Onlinevideo Melina Ex Mobile Andrea Ramponi


Die Mediaagenturen sind sich in ihrer Prognose einig: In diesem Jahr werden Mobile und Onlinevideos die größten Wachstumstreiber der Werbebranche sein. Auf dem deutschen App-Markt stiegen die Umsätze im vergangenen Jahr um 80 Prozent gegenüber 2013 und bis 2018 soll sich der Umsatz um bis zu 310 Prozent erhöhen, lautet eine Prognose von AppAnnie und IDC. Was erfolgreiches App-Marketing ausmacht, erklärt die Mobile-Agentur Fetch anhand von zehn Punkten.
Beim Surfen von unterwegs vereinen nach wie vor Apps den mit Abstand größten Teil der Nutzungszeit für sich - inzwischen fast 90 Prozent, schätzt Andrea Ramponi, Regional Vice President DACH beim Anbieter Marin Software. Doch User installieren viele Apps, die sie danach nie mehr nutzen, je nach Schätzung sind neun von zehn Anwendungen "App-Leichen". Melina Ex, Deutschland-CEO der Mobile-Agentur Fetch, zeigt, was im App-Marketing beachtet werden muss:

1.

Finden einer passenden Kommunikationsstragie

In den App-Stores konkurrieren unzählige Anwendungen um die Gunst der User, allein bei Google Play waren es Ende 2014 knapp 1,5 Millionen. Ex empfiehlt deswegen die konsequente Optimierung und Integration aller Promotionskanäle. Dazu gehören Owned und Earned Media, aber auch Paid.



2.

Der Globalisierung muss die Lokalisierung folgen

Auch in Schwellenländern steigt die Nutzung, der App-Markt wird zunehmend globalisiert. Apps müssen sich deshalb an die jeweiligen Marktbedingungen anpassen. Eine fehlerfreie Übersetzung sowie die Berücksichtigung von Währungen, Zeitzonen und kulturellen Besonderheiten sind Pflicht.



3.

Gute Positionierung in den App-Stores

90 Prozent der Downloads sind Folge einer organischen Suche im App-Store. Analog zur Suchmaschinenoptimierung ist es für App-Betreiber also auch im Store wichtig, sich gut zu positionieren. Das funktioniert über die Wahl eines passenden Titels, die Verwendung relevanter Keywords, eine aussagekräftige Beschreibung und Screenshots.
Digital Marketing
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4.

App-Bewertungen und -Empfehlungen nutzen

Nichts motiviert potenzielle User stärker zum Download als die Bewertungen und Empfehlungen anderer Kunden, so das Ergebnis einer Flurry-Studie. Wichtig ist deshalb, die bestmögliche User Experience anzubieten. Dazu gehören der direkte Dialog mit den Nutzern und die rasche Lösung von Problemen.



5.

Fokus auf Targeting mit Google und Facebook

Laut E-Marketer gingen im vergangenen Jahr knapp 70 Prozent der weltweiten Internet-Werbeausgaben an Google (47 Prozent) und Facebook (22 Prozent) - inklusive Mobile-Search-Werbemitteln und Newsfeed-Werbung. Ex empfiehlt, Zeit und Ressourcen vor allem der Optimierung von Facebook- App-Install-Werbemitteln zu widmen, "weil die Targeting-Möglichkeiten dort fantastisch sind".



6.

Werbemittel an die Mobile-Logik anpassen

Was auf dem Desktop funktioniert, ist noch lange nicht für den kleinen Bildschirm geeignet. Es braucht daher eigene, endgerätoptimierte Werbemittel für Mobile zu konzipieren. Das können kreative Rich-Media-Methoden sein. Sehr beliebt sind bei Entwicklern und Marketingverantwortlichen allerdings App-Install-Werbemittel, also Buttons oder Banner, die direkt auf den Download der App abzielen.



7.

Die Zielgruppe auf allen Geräten identifizieren

Die Suche nach der richtigen Zielgruppe kann viel Budget sparen - gerade weil Werbung bei iOS schon immer teurer ist als bei Android-Geräten, erklärt Ex. Werden Android-Geräte als Ziel gesetzt, die das Verhalten und die Conversions eines iOS-Nutzers imitieren, kann die Response-Rate steigen.
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8.

Kreation und Schaltung von Mobilevideos

Etwa jedes fünfte Onlinevideo wird mobil angesehen. Bewegtbild ist also auch für App-Marketing wichtig. Ex empfiehlt Unternehmen die Entwicklung eines maximal 90-sekündigen Promovideos, das diese im App-Store, aber auch auf Websites und in sozialen Netzwerken publizieren können.



9.

Relevanten Nutzen für den User schaffen

Glaubt man einer Comscore-Studie, entfällt immer mehr Nutzungszeit auf immer weniger Apps. Das wirft die Frage auf, wie Unternehmen ihre Anwendungen zu einer dieser High-Usage-Apps machen können. "Wichtig ist, den Kunden einen Zusatznutzen anzubieten", sagt Ex. Nützlich kann es außerdem sein, wenn eine App mit Retargeting und Push-Notifications auf sich aufmerksam macht.



10.

Die unterschiedliche Gerätenutzung beachten

Smartphone- und Tablet-User unterscheiden sich in ihren Nutzungsgewohnheiten. Während das Smartphone eher unterwegs und punktuell genutzt wird und daher eine kurze, prägnante und zielgerichtete Ansprache verlangt, verwenden User das Tablet eher in ruhigeren Momenten. Das und auch das große Display lassen andere Werbemöglichkeiten zu, die es zu beachten gilt. fam
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