Mitgliederumfrage OWM blickt optimistisch aufs kommende Jahr

Donnerstag, 07. November 2013
OWM-Chefin Tina Beuchler (Foto: Stefan Wildhirt)
OWM-Chefin Tina Beuchler (Foto: Stefan Wildhirt)

Die Stimmung in der Werbeindustrie ist gut - so gut, dass sie im kommenden Jahr wieder mehr in die Werbung investieren will. Von einer Krise dagegen mag man bei der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) nicht sprechen. Das sind die Ergebnisse der traditionellen Mitgliederbefragung des Verbandes, die traditionell zur jährlichen Fachtagung veröffentlicht werden. Demnach bleibt das Geschäft 2013 nur bei 17 Prozent der Unternehmen hinter den Erwartungen zurück, fürs kommende Jahr rechnen nur 10 Prozent der Befragten mit sinkenden Umsätzen. Das ist schon mal erfreulich, beantwortet aber noch nicht die Frage, wie sich die Werbeausgaben entwickeln - zuletzt wurde von Vermarktern und Agenturen häufig und zu Recht beklagt, dass sich die Marketingbudgets ziemlich von der Konjunkturentwicklung abgekoppelt haben.

Jedoch: Handeln die Unternehmen so, wie sie es in der OWM-Umfrage angeben, wird 2014 auch für die Vermarkter ein eher erfreuliches Jahr. 51 Prozent der Werbungtreibenden wollen danach ihre Budgets im kommenden Jahr aufstocken, 34 Prozent halten sie stabil und lediglich 14 Prozent planen Kürzungen. Da die Mediaagenturen die Lage ähnlich positiv einschätzen, wie die vor drei Wochen veröffentlichte Herbstumfrage deren Verbandes OMG belegt, steht der verkündete Optimismus auf relativ stabilen Beinen.

Zulegen werden 2014 vor allem die digitalen Medien, auch da sind sich die beiden Verbände weitgehend einig. OWM-Vorstandsvorsitzende Tina Beuchler sagt dazu: "Die steigenden Werbeinvestitionen unserer Mitgliedsunternehmen zeigen, dass sie Onlinewerbung ausgesprochen positiv gegenüberstehen. Für viele erfolgreiche Kampagnen sind digitale Medien einfach essenziell."

Zudem glauben fast alle Mediaplaner, dass Video Ads und Social Media noch stürmisch zulegen werden. Für Display Ads dagegen erwartet das kaum noch jemand. Was die Entwicklung der klassischen Medien betrifft, liegen die Prognosen der OWM komplett auf Mainstream-Kurs: Print bleibt massiv unter Druck, während lineares TV bei den Umsätzen nach wie vor offenbar komplett unbeeindruckt ist von all den Diskussionen über verändertes Mediennutzungsverhalten und der großen Digitalisierung. js
Meist gelesen
stats