Mindestlohndebatte DDV spricht sich für Ausnahmen aus

Mittwoch, 08. Januar 2014
DDV-Vizepräsident Patrick Tapp (c) DDV
DDV-Vizepräsident Patrick Tapp (c) DDV

Ausnahmen beim Mindestlohn gehören derzeit zu den Streitpunkten in der Großen Koalition. Der Deutsche Dialogmarketing Verband bezieht jetzt Stellung und spricht sich für Ausnahmen aus. Damit stellt sich der Verband gegen das Vorhaben von Arbeitsministerin Andrea Nahles keine Ausnahmen beim Mindestlohn zuzulassen. Dagegen hat sich zuletzt massiv die CSU ausgesprochen. Ein Vorstoß, den der DDV für gerechtfertigt hält. Ausnahmen seien nicht nur sinnvoll, sie seien auch notwenig für einen stabilen Arbeitsmarkt. "Wir brauchen definitiv Ausnahmeregelungen für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, etwa für Schüler, Praktikanten oder Rentner und Hausfrauen, insbesondere dann, wenn es sich um Zuverdienst und nicht um Existenzsicherung handelt. Eine Gleichbehandlung mit einem regulären Angestelltenverhältnis ist weder leistungsgerecht, noch gerechtfertigt. Diese Pauschalisierung wird den Arbeitsstrukturen vieler Branchen nicht gerecht", sagt DDV-Vizepräsident Patrick Tapp.

Tritt die Regelung wie geplant in Kraft, kann es durchaus zum Arbeitsplatzbau kommen. "Wenn die neue Regierung am flächendeckenden Mindestlohn festhält, läuft sie Gefahr, die Stabilität des deutschen Arbeitsmarktes zu gefährden. Es braucht eine differenzierte Betrachtung, damit nicht die Arbeitslosigkeit in einigen bisher stabilen Branchen steigt." In der Dialogmarketingbranche gibt es etwa bei der Haushaltswerbung und Zustellung vorwiegend geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. mir
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