Milka, Evian & Co. Diese Marken stehen zur Wahl für die Mogelpackung des Jahres

Donnerstag, 05. Januar 2017
Der neue Weihnachtsmann von Milka ist einer von fünf Nominierten für die "Mogelpackung des Jahres"
Der neue Weihnachtsmann von Milka ist einer von fünf Nominierten für die "Mogelpackung des Jahres"
© Mondelez

Viele Konsumenten dürften beim Stöbern durch das Weihnachtssortiment im Supermarkt überrascht gewesen sein, dass der obligatorische Milka-Weihnachtsmann nicht mehr in roter, sondern in einer lila Verpackung daherkam. Schwerer wiegt für viele Verbraucher allerdings, dass Mondelez den Preis der Schoko-Weihnachtsmänner um drei bis 20 Prozent erhöht hat - und das Produkt gleichzeitig verkleinert. Aus diesem Grund hat die Verbraucherzentrale Hamburg Milka jetzt genauso wie vier andere Marken für die Mogelpackung des Jahres 2016 nominiert.
Neben dem Milka-Weihnachtsmann hat die Verbraucherzentrale auch das Mineralwasser Evian von Danone Waters, die Crunchips aus dem Hause Lorenz Bahlsen, Nestlés Choco Crossies sowie die Mirácoli-Pasta-Sauce von Mars für den wenig schmeichelhaften Titel Mogelpackung des Jahres nominiert, über die über das Jahr verteilt Beschwerden von Konsumenten eingegangen waren.
"Alle fünf Kandidaten haben klammheimlich die Füllmengen ihrer Produkte reduziert und damit Tausende treuer Kunden hinters Licht geführt", erklärt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Häufig seien Markenartikel wie die nominierten Lebensmittel zudem von versteckten Preiserhöhungen betroffen. "Bekannte Produkte werden beim Einkauf nicht mehr so genau angeschaut, weil sie regelmäßig im Einkaufswagen landen und Verbraucher den renommierten Unternehmen vertrauen."

Weil die Hersteller trotz häufig zahlreicher Beschwerden nicht reagieren und oft nur ausweichend zu den Veränderungen Stellung beziehen, macht die Verbraucherzentrale Hamburg die Öffentlichkeit regelmäßig auf die "Mogelpackungen" aufmerksam. Die Mogelpackung des Jahres kürt man bereits zum dritten Mal, zudem gibt es eine allmonatliche Abstimmung auf Facebook.

Bis zum 22. Januar 2017 können Verbraucher auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg abstimmen, der Gewinner wird Tags darauf bekannt gegeben. tt
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