Metro Cash & Carry will sein Image aufpolieren

Donnerstag, 12. Dezember 2013
Printmotiv aus der Metro-Kampagne (Foto: Unternehmen)
Printmotiv aus der Metro-Kampagne (Foto: Unternehmen)

Die Handelskette Metro Cash & Carry feilt an ihrem Auftritt. Nachdem man sich viele Jahre auf rein abverkaufsgetriebene Werbung konzentriert hat, startet das Unternehmen demnächst eine internationale Imagekampagne. Sie steht unter dem Claim "You & Metro" und soll die neue Positionierung des Selbstbedienungsgroßhändlers unterstreichen. Metro Cash & Carry will künftig als "der beste Partner für unabhängige kleine und mittelständische Unternehmer" wahrgenommen werden, so die offizielle Ankündigung. "Als Großhändler können wir dauerhaft nur erfolgreich sein, wenn unsere Kunden Erfolg haben", sagt Metro-Chef Olaf Koch, der auch an der Spitze der größten Vertriebslinie des Konzerns steht.

Die von TBWA Düsseldorf entwickelte Kampagne läuft ab Anfang 2014. Dann feiert das Unternehmen seinen 50. Geburtstag. Der Auftritt soll nach und nach in allen 29 Ländern eingesetzt werden, in denen der Filialist aktiv ist. Den Anfang machen voraussichtlich Russland und Italien. In Russland erwägt das Unternehmen einen Teilbörsengang.

Die neue Positionierung wurde unter der Verantwortung von Richard Erbler, Director Global Brand Development, entwickelt. Er ist seit April 2011 für Metro Cash & Carry tätig. Davor stand er zehn Jahre in Diensten von Coca-Cola. Die Kampagne umfasst Printmotive, Dialogwerbung, Onlinemaßnahmen und Bewegtbildformate. In einigen Ländern werden auch TV-Spots zum Einsatz kommen. "Die Motive zeigen bildhaft und auf emotionale Weise was unsere Kunden auszeichnet und antreibt - und was ihr tägliches Leben prägt", erläutert Erbler die Kreation.

Metro Cash & Carry hat seit längerer Zeit mit Problemen zu kämpfen. Die Umsätze gehen zurück, von Januar bis Ende September um 2 Prozent auf weltweit rund 22 Milliarden Euro. Vor allem im deutschen Markt war viel Unruhe. So wurde das Management in den letzten 18 Monaten komplett ausgetauscht. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 50/2013 vom 12. Dezember
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