Meica Deutschländer Würstchen machen Rügenwalder Konkurrenz

Donnerstag, 31. Juli 2014
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Rasante Lkws, die die heiß begehrten Würstchen in bester "Fast and Furious"-Manier zu den Verbrauchern bringen - die Einführungskampagne für Meicas Deutschländer im Frischepack drückt mächtig auf's Gas. Von der neuen Produktvariante in der wurstwasserfreien Verpackung erhofft sich der Fleischhersteller offensichtlich viel. Doch bei aller Rasanz kommt das von Pahnke Markenmacherei beworbene Produkt genau genommen vier Jahre zu spät.
Schon 2010 war der Verzicht auf Wurstwasser ein großes Innovationsthema. Damals nutzte allerdings der Hersteller Rügenwalder diesen USP, um seine neuen Rügenwalder Würstchen beim Konsumenten zu etablieren (siehe Video unten). Für Rügenwalder waren die Würstchen der erste Schritt, um sein klassisches Sortiment um Snack-taugliche Produktvarianten zu erweitern. Denn während die klassischen Mahlzeiten in der deutschen Bevölkerung immer mehr an Bedeutung verlieren, nimmt das formlose Snacken als Verzehrform eindeutig zu.



Diesem Trend folgend hatte Rügenwalder zuletzt einer Produktinnovation von Meica Konkurrenz gemacht. Meica Curry King war bisher die einzige Currywurst zum Sofortverzehr im Angebot des Lebensmittelhandels. Mit der Rügenwalder Currywurst und denn Curry Frikadellen gibt es nun erstmals Konkurrenz von einem Markenhersteller.

Es lässt sich nun trefflich darüber spekulieren, ob die Deutschländer im Frischepack nun eine Antwort Meicas auf Rügenwalders Expansionswillen darstellen. Fakt ist allerdings, dass sich beide Unternehmen wohl in Zukunft auf eine immer schärfere Konkurrenz einstellen müssen. Denn der Fleischmarkt in Deutschland schrumpft tendenziell. 2013 sank der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch um zwei Kilogramm. Das bedeutet für die Markenhersteller, dass sie zunehmend über Innovationen neue Kaufimpulse schaffen müssen. cam
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