Media-Saturn Streaming-Dienst Juke startet mit einem dicken fetten Stinkefinger

Freitag, 30. Oktober 2015
Juke zelebriert zum Launch den Stinkefinger
Juke zelebriert zum Launch den Stinkefinger
Foto: Media-Saturn

Nein, früh startet die Streaming-Plattform Juke nicht in den deutschen Markt, aber dafür zeigt sie zum Start viel Selbstbewusstsein: Mit Lily Allens Hit "Fuck You" und dem Stinkefinger als Key-Visual demonstriert die Media-Saturn-Tochter, dass sie sich auch von der etablierten Konkurrenz nicht einschüchtern lassen will. Zu dieser Konkurrenz gehören auch Konzernschwestern. Denn als Online-Plattform soll Juke auch das stationäre Angebot von Saturn und Media-Markt kannibalisieren.

Die Entscheidung für das neue, deutlich erweiterte Content-Format von Juke dürfte Wolfgang Kirsch, CEO von Media-Saturn Deutschland, auch aus diesem Grund nicht leicht gefallen sein. Denn jeder Nutzer, der eine Serie direkt streamt oder sich ein Spiel online herunterlädt, hat damit einen Grund weniger, den stationären Handel aufzusuchen. Doch der Expansionskurs von Netflix, Amazon, Deezer und Ampya ließ Media-Saturn letztlich keine Wahl. Ähnlich wie Redcoon als direkter Gegenentwurf zu den Online-Pure-Playern dient, will Media-Saturn nun mit Juke am Streamingmarkt partizipieren, statt nur Marktanteile abzugeben. Auf Juke bietet Media-Saturn alle Entertainment-Gattungen auf einer Plattform an: Mehr als 30 Millionen Songs, über 15.000 Filme und Serien, 1,5 Millionen E-Books, außerdem jeweils 2400 PC-Games und PC-Softwareanwendungen stehen unabhängig vom Endgerät zur Verfügung. Damit grenzt sich Juke von der Mehrheit der Konkurrenten ab, die nur einen Teil des Angebots bieten können.

Offiziell haben der Stinkefinger und der Kampagnenclaim "Deutschlands Antwort auf geht nicht" nur etwas mit den Features der Juke-Plattform zu tun, doch ist die unterschwellige Abgrenzungen von den internationalen Pure Playern zumindest nicht unwillkommen. So bestätigt Lennart Witting, Geschäftsführer Kreation bei Plantage Berlin, dass das bestehende starke Wettbewerberfeld bei der Entwicklung des Auftritt durchaus eine Rolle gespielt hat: "Unsere Kampagne soll mit einer charmanten Angreifer-Tonalität zeigen, dass bei Juke geht, was andere Plattformen nicht können. Nämlich grenzenloses Entertainment ohne Passwort-Kleinklein und Entweder-Oder."
Im Mittelpunkt der Juke-Kampagne (Produktion: Markenfilm, Berlin), die heute in TV, online, am PoS bei Media-Markt und Saturn sowie in Socia Media startet, stehen die Image-Spots.  Unterschiedlichste Menschen in allen Lebenslagen – ob auf dem Weg zur Arbeit, zu Hause in der Küche oder im Urlaub – spielen mit einem ausgestreckten Mittelfinger, untermalt von Lily Allens Song "Fuck you". Innerhalb der Spots gehen entsprechende Call-to-Action-Varianten zusätzlich auf Produktpromotions bei Juke ein. So wird es auf Juke den "Minions"-Animationsfilm als digitale Ausgabe noch vor der Blu-ray und DVD erscheinen. Die 12, 20 und 30 Sekunden langen Spots werden in allen großen TV-Sendern zu sehen sein.

Neben der Kreativagentur Plantage Berlin sind auch die Agentur Vi Knallgrau für Social Media, Mediaplus und Plan.net für die Mediaplanung sowie Faktor 3 für der PR-Betreuung an Bord. cam

Meist gelesen
stats