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Alexander Ewig, Geschsäftsführer Media Markt Saturn Marketing
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Media-Markt-Saturn-Manager Ewig zu Alexa, Siri & Co "Der Aufbau von Markenbekanntheit wird besonders wichtig"

Alexander Ewig, Geschsäftsführer Media Markt Saturn Marketing
Alexa & Co sind auf dem Vormarsch und verändern auch die Art, wie Marketing und Werbung gedacht wird. Alexander Ewig, Geschäftsführer Media Markt Saturn Marketing, glaubt, dass Branding damit wichtiger wird und erklärt im HORIZONT-Interview, warum Soundlogos und Sprecherstimmen so wichtig sind.
von Juliane Paperlein, Freitag, 23. März 2018
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    Alexa & Co sind auf dem Vormarsch: Was bedeutet das für die Mediaplanung? Wird Audiowerbung relevanter? Wir sehen ja heute schon, dass es eine Verschiebung vom klassischen hin zum digitalen Radio gibt. Dieser Trend wird sich durch die zunehmende Verbreitung von Sprachassistenten verstärken. Dabei entstehen auch ganz neue Audioformate, die für die Werbung und damit auch für die Mediaplanung relevanter werden. Oder ein anderes Beispiel: Podcasts, die lange ein Nischendasein fristeten und jetzt, auch bedingt durch Sprachassistenten, populär werden. Bei Media Markt und Saturn beschäftigen wir uns derzeit intensiv mit dieser Entwicklung. Das erfordert neue Ansätze in der Audiowerbung, denn das, was im klassischen Radio funktioniert, ist hier nicht zielführend. Andererseits haben wir damit aber auch komplett neue Optionen, unsere Kommunikation noch wesentlich zielgruppenorientierter auszurichten als das beim traditionellen Radio jemals möglich war.

    „Das, was im klassischen Radio funktioniert, ist hier nicht zielführend. “
    Alexander Ewig
    Werden sich die Schwerpunkte im Marketing durch die viel beschworene "Audio-Revolution" verändern? Wenn ja, wie? Über lange Zeit hinweg war Bewegtbild der Trend schlechthin, jetzt stellen wir fest, dass Audio wieder an Relevanz gewinnt, gerade auch bedingt durch die zunehmende Popularität von Sprachassistenten. Das bedeutet jedoch, dass wir uns intensiver mit neuen Audio-Formaten beschäftigen müssen, die einen anderen Fokus als normale Radiospots haben werden.

    Wird es wichtiger, Markenbekanntheit aufzubauen, wenn mehr Suchen über Sprachassistenten stattfinden? Definitiv, da das Suchverhalten über Sprachassistenten ein ganz anderes ist, die visuelle Unterstützung fehlt ja. Der Aufbau von Markenbekanntheit wird deshalb besonders wichtig. Bei Media Markt ist die Steigerung der Brand Awareness zum Glück kein Thema, diese liegt immerhin bei nahezu 100 Prozent. Von diesem langfristigen Invest in die Marke profitieren wir heute, nun geht es für uns mit Blick auf die Einbindung von Sprachassistenten darum, die Marke auch über akustische Merkmale deutlich aufzuladen.

    Muss Audio künftig mehr Brandingfunktionen übernehmen? Ja, gerade weil das Medium selbst mehr in den Fokus rückt, ist es notwendig, sich sehr genau Gedanken darüber zu machen, wie hier Branding funktioniert. Letztlich gibt es dafür zwei Wege: Über die Stimme des Sprechers oder über Musik beziehungsweise ein Soundlogo. Das ist im Übrigen auch einer der Gründe, warum wir bei Media Markt ein neues Soundlogo entwickelt haben. So ein akustisches Marken-Logo sorgt für Aufmerksamkeit und macht unsere Werbung effektiver. Und dadurch, dass es kein klassisches Soundlogo ist, sondern komplexer und in verschiedenen Varianten in unsere Kommunikation eingebunden wird, übernimmt es für Media Markt auch eine Brandingfunktion.

    Wie wichtig sind akkustische Brandings – schon heute? Akustische Brandings sind schon heute bei Bewegtbild ein wertvoller Bestandteil in der Markenkommunikation, werden aber aus meiner Sicht durch die zunehmende Bedeutung von Audio künftig noch mehr an Relevanz gewinnen. Interview: pap

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