McDonald's So inszeniert Leo's Thjnk Tank das neue Basics-Menü

Dienstag, 09. Februar 2016
Bei McDonald´s haben Kunden künftig die Qual der Wahl
Bei McDonald´s haben Kunden künftig die Qual der Wahl
Foto: McDonald´s
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Mcmenüs Fastfood Thjnk McDonald's


Ende Januar hat McDonald's angekündigt, die Wahl- und Kombinationsmöglichkeiten bei den McMenüs deutlich ausweiten und die 1+1 Menüs durch ein "innovatives Snacking-Angebot" ersetzen zu wollen. Heute hat der Fastfood-Riese geliefert. Der erste von Leo's Thjnk Tank entwickelte TV-Spot zeigt: Über zu geringe Auswahlmöglichkeiten können sich Kunden ab sofort wirklich nicht mehr beschweren, der 1+1-Nachfolger entpuppt sich allerdings als Wundertüte.
"Was soll bloß aus uns werden: Architekten, Musiker, Politiker oder sogar Bundestrainer?" Mit der rhetorischen Frage, die der junge Mann gleich zu Beginn des 45-sekündigen TV-Spots in den Raum wirft, will McDonald's vor allem eine Botschaft vermitteln: Nämlich dass der Konzern verstanden hat, dass seine zum großen Teil junge Kundschaft im wahren Leben noch alle Möglichkeiten hat oder zumindest davon träumen kann - und Einschränkungen jeglicher Art daher nicht wirklich gut ankommen. Diese unbegrenzten Möglichkeiten will McDonald's seiner Kernzielgruppe nun - so gut es eben geht - auch in seinen Restaurants bieten. Daher erhöht der Konzern die Kombinationsmöglichkeiten beim McMenü nach eigenen Angaben um das Zehnfache.
Das neue McDonald´s Basics Menü
Das neue McDonald´s Basics Menü (Bild: McDonald´s)
Konkret heißt das, dass Kunden neben Softdrink und Pommes Frites künftig weitere Beilagen auswählen und beliebig kombinieren können. So kann man zu einem Big Mac im neuen McMenü etwa zwei Softdrinks oder aber einen Salat bestellen.
Im Fokus des TV-Spots steht neben der neuen Vielfalt aber vor allem das Snacking-Angebot McDonald’s Basics, das wie berichtet das Einstiegsprogramm 1+1 ersetzt. Dabei fällt auf, dass McDonald´s die Anzahl der günstigen 1-Euro-Produkte limitiert und damit die Rentabilität nach oben schraubt. Lediglich der Hamburger, die Apfeltasche, der kleine Kaffee sowie das McSundae Eis sollen im Basics-Menü konstant 1 Euro kosten. Alle anderen Produkte wie etwa der Cheeseburger oder der Chickenburger sollen "ab 1 Euro" angeboten werden. Heißt: Während man beim 1+1-Menü 11 Snacks und 8 Getränke frei kombinieren konnte und für 2 Produkte niemals mehr als 2 Euro zahlte, kann ein Basics-Menü teurer werden.

Dass McDonald's bei seinem Basics-Menü zumindest die Möglichkeit schafft, die Profitabilität zu erhöhen, ist kein Wunder. Auch wenn der Konzern insbesondere in Deutschland im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum geschafft hat: Die Krise des Jahres 2014, als dem Unternehmen die Kunden in Scharen davon liefen und der Börsenkurs einbrach, erfordert weitere Maßnahmen. Dass McDonald´s sich nicht scheut, alte Zöpfe abzuschneiden und misslungene Experimente zu beerdigen, zeigte sich erst gestern, als der Konzern seine Biofleisch-Burger McB und Long McB vom Markt nahm.
Der Basics-Spot ist nicht der einzige, mit dem McDonald's derzeit in den Werbeblöcken Präsenz zeigt. Vor wenigen Tagen erst ist die "Wilde Küche"-Kampagne in die Verlängerung gegangen. Das Commercial läuft derzeit auf großen Privatsendern wie RTL, Pro Sieben, Sat 1 und Vox. mas
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