Massaker in der Savanne Wie Greenpeace den König der Löwen zum Herrscher ohne Volk macht

Montag, 06. Januar 2014
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Seine Kinopremiere erlebte "Der König der Löwen" zwar schon 1994, aber auch 20 Jahre später ist der Zeichentrickfilm immer noch einer der beliebtesten Klassiker von Disney. Doch während der Originalfilm Kinder aller Alterstufen zum Lächeln und Träumen brachte, könnte der jetzt veröffentlichte Onlinefilm des Digitaleffekte-Spezialisten Studio Smack und Greenpeace Niederlande für Tränen sorgen. In der gehackten Version des Filmbeginns verblassen alle Tiere und lassen Löwen-König Mufasa in einer leeren Savanne zurück.
Der Stunt hat einen ernsten Hintergrund: Mit dem Film, der durch Elton Johns Titelmelodie "Circle of Life" besonders deprimierend wirkt, soll auf das unverminderte Artensterben in Afrika aufmerksam gemacht werden. Die Ursprungsidee stammt dabei von dem ausführenden Studio Smack.

Die spannende Frage ist nun, ob Disney als Rechteinhaber von "König der Löwen" gegen die niederländische Neubearbeitung der Schlüsselszene vorgehen wird. Das amerikanische Medienunternehmen ist bekannt dafür, dass es gegen den Missbrauch seiner Marken rigoros vorgeht. Und "König der Löwen" gehört bis heute zu den profitablen Produktmarken des Konzerns. Der Film ist bis heute der erfolgreichste Zeichentrikfilm des Unternehmens und bildete die Grundlage für weitere Erfolgsprojekte wie das Musical und die TV-Cartoonserie "Timon und Pumbaa". cam
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