Marketingstunt LG lässt eigenes Viralvideo grandios scheitern

Mittwoch, 18. Dezember 2013
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Egal ob Kometen auf Kollisionskurs oder abstürzende Fahrstühle - LG beweist immer wieder, wie man mit kreativ inszenierten Schockmomenten online ein großes Publikum begeistert. Im jüngsten Video seiner britischen Niederlassung geht der Elektronikkonzern noch einen Schritt weiter. Der elaborierte Streich mit Mörderclowns, Kampfhunden und Geisterkindern ist eine Persiflage auf den von LG mitausgelösten Werbetrend und geht grandios in die Hose. Anders als in den Vorgängerfilmen sind die hochauflösenden Bildschirme dieses Mal kein Teil der Versuchsanordnung. Held des Videos "So viral it's scary" ist der Regisseur des des Films, der mit einer Vielzahl von gruseligen Darstellern testen will, ob die ahnungslosen männlichen Besucher eines PC-Games-Laden zum Multitasking in der Lage sind.

Doch sobald das erste Opfer in Position ist, spielen die Darsteller verrückt. Der Gruselclown gerät mit den Kamphunden aneinander und ruiniert dabei prompt das Versteck des Geistermädchens. Der Bärendarsteller fällt aus seiner Rolle und die bärtige Frau wird komplett vergessen. Inmitten des Chaos steht das eigentliche Opfer und ist tief in sein Spiel versunken.

Seine Markenbotschaft vermittelt das Video letztlich über den Regisseur, der in seiner Kommandozentrale sitzt und seinen extrabreiten Bildschirm zum Multitasking zwischen den einzelnen Krisenherden am Set nutzt. Auch wenn LG damit die Prämisse seiner "So real it's scary"-Onlinekampagne aufgibt, scheint sich das Youtube-Publikum an der komplett geskripteten Story nicht weiter zu stören. In der ersten Woche seiner Freischaltung haben schon mehr als vier Millionen Nutzer das Video gesehen. cam
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