Marketing-Technologie H&M macht Superbowl-Spot mit David Beckham zum virtuellen Verkaufsraum

Donnerstag, 09. Januar 2014
David Beckham 2013 als H&M-Testimonial
David Beckham 2013 als H&M-Testimonial
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David Beckham Smart H&M Verkaufsraum Fußballstar Modehaus USA



Er ist der heißeste Werbebotschafter, den H&M derzeit zu bieten hat. Aber zum Superbowl 2014 könnte sich Fußballstar David Beckham auch den Titel als schnellster Unterwäscheverkäufer aller Zeiten verdienen. Wie das schwedische Modehaus im Vorfeld bekannt gab, wird H&M den 30-Sekünder zu Beckhams Unterwäsche-Kollektion Bodywear für Smart-TV-Nutzer um ein Pop-Up-Menü erweitern, in dem die beworbenen Produkte auch sofort gekauft werden können.
Die Grundidee ist im Prinzip nicht neu: Auch in der Vergangenheit experimentierten Marken schon mit interaktiver Werbung und direkten Shopping-Möglichkeiten. Neu ist allerdings die Größe und die Prominenz des Versuchs. Aktuell schätzt der Fachdienst "E-Marketer", dass rund 35 Millionen Haushalte in den USA über internetfähige Smart-TV-Geräte verfügen. Zum Superbowl, das in den USA traditionell das größte TV-Ereignis des Jahres ist, dürfte H&M mit seinem Auftritt einen Großteil der aktivierten Geräte erreichen. Bei einem für Impulskäufe besonders geeigneten Produkt wie der Beckham-Kollektion ist die Chance groß, dass H&M noch während des Spiels einen Rekordumsatz verbuchen kann.

Ob sich diese Hoffnung bewahrheitet werden nicht nur direkte Wettbewerber der schwedischen Modemarke aufmerksam beobachten. Denn bisher mussten die Werbekunden Rekordsummen in ihre Superbowl-Kampagnen investieren, ohne zu wissen, ob sich die Werbegelder auch in ihren Umsatzzahlen bemerkbar machen würden. Bewährt sich der Smart-TV-Verkauf für Produkte, müssten Markenhersteller ihre Marketingstrategie für publikumsstarke Fernsehereignisse grundsätzlich überdenken. cam
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