Marketing Cloud Wie Adobe und Goodby Silverstein & Partners die Super-Bowl-Spots veräppeln

Dienstag, 02. Februar 2016
Über vier Millionen Dollar kostet ein 30-Sekunden-Spot beim Super Bowl 50
Über vier Millionen Dollar kostet ein 30-Sekunden-Spot beim Super Bowl 50
Foto: Screenshot Youtube/Adobe
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Zwischen vier und fünf Millionen US-Dollar kostet ein 30-sekündiger Werbespot in diesem Jahr beim Super Bowl, der am kommenden Sonntag in Santa Clara, Kalifornien, zum 50. Mal steigt. Gut investiertes Geld, meinen etwa Henkel, Mini und Amazon. Dass der Schuss aber auch nach hinten los gehen kann und teure nicht gleichzeitig auch sinnvolle Werbezeit sein muss, zeigt Adobe im neuesten Spot für seine Marketing Cloud.
Mit "The Gambler" setzt Adobe seine seit Jahren erfolgreiche Kampagne "Do you know what your marketing is doing?" fort, die mit in der Regel witzigen Spots mindestens für ein Schmunzeln bei den Zuschauern sorgt. Dieses Mal dreht sich alles um den Super Bowl: Der CMO eines Werbungtreibenden sitzt in einer Bar und verfolgt dort das "Big Game", wie die Amerikaner sagen. Allerdings mit großer Sorge, er könnte das Mediabudget falsch investiert haben und einige Leute sehr unglücklich machen - nicht ganz unbegründet, wie sich herausstellt, als schließlich sein Werbespot für "Spencer Cream Cheese" im TV läuft. Es ist nicht das erste Mal, dass Adobe die Sinnhaftigkeit der teuren Super-Bowl-Commercials in Frage stellt. Schon 2013 warb der IT-Anbieter für seine Marketing Cloud Solutions, allerdings erst einen Tag nach dem Endspiel der US-amerikanischen Footballliga NFL. Damals tauschten sich ein sprechender Affe und ein Pferd über die Spots am Abend zuvor aus und kamen zu dem Schluss, dass es sinnvoller sei, in Online-Werbung anstatt in Super-Bowl-Filme zu investieren.
Entsprechend läuft der neue Spot, den wieder die Adobe-Stammagentur Goodby Silverstein & Partners konzipierte, auch vorwiegend im Netz - als Pre-Rolls und interessanterweise vor allem in Super-Bowl-affinen Werbeumfeldern. Adobe schaltet auch einige Spots im US-Fernsehen, zum Beispiel in der Sendung "The Late Show With Stephen Colbert" - übrigens das Format, das im Anschluss an den Super Bowl 50 beim übertragenden Sender CBS zu sehen sein wird. Produziert hat "The Gambler" die Produktionsfirma Reset unter Regie von J.C. Chandor. fam
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