Markenportfolio Henkel konzentriert sich auf starke Brands

Donnerstag, 07. August 2014
Henkel sortiert Marken aus (Foto: Unternehmen)
Henkel sortiert Marken aus (Foto: Unternehmen)

Procter & Gamble verschlankt sein Markenportfolio. Vor gut einer Woche sorgte diese Nachricht in der Branche für Aufregung. Bei Henkel ist man schon weiter. Der Düsseldorfer Konsumgüterriese hat seine Markenkonsolidierung nahezu abgeschlossen. Hatte der Konzern 2008 noch gut 1000 Brands im Portfolio sind es heute unter 250. Zuletzt hatte es die Nachhaltigkeitsmarke Terra erwischt. Erst Ende 2008 mit viel Werbepower gelauncht, hat Henkel die Marke Ende vergangenen Jahres eingestellt. Für den Konzern ist das ein logischer Schritt gewesen. Bei Henkel gehört es zur globalen Wachstumsstrategie, dass sich das Unternehmen auf starke Marken konzentriert. "Ohne starken Marken haben wir keinen guten Platz im Regal", sagte CEO Kaspar Rorsted erst kürzlich in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Sie sind aus Sicht des Unternehmens die Basis und der Treiber für überdurchschnittliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Und die Chance, sich gegenüber dem Wettbewerb zu differenzieren. In den vergangenen fünf Jahren hat das Unternehmen daher konsequent Brands verkauft, stillgelegt oder zusammengefasst.

Die Folge: Die zehn Top-Marken wie Persil, Schwarzkopf oder Loctite haben mittlerweile einen Umsatzanteil von 57 Prozent. 2012 lag dieser noch bei 44 Prozent. Damit will sich der Konzern nicht begnügen. Bis 2016 soll ihr Anteil auf 60 Prozent steigen. Noch deutlicher wird die Dominanz von starken Marken in der Kosmetiksparte. Hier entfallen auf die zehn wichtigsten Marken derzeit 90 Prozent der Verkaufserlöse. Schwarzkopf, die größte Marke aus Beauty Care, erreichte 2013 erstmals einen Umsatz in Höhe von 2 Milliarden Euro. Sie ist damit die umsatzstärkste Marke im Konzern. mir

Mehr zum Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 32/2014 vom 7. August 2014.
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