Mark Zuckerberg & Co Hacker nehmen Twitter-Accounts von Prominenten ins Visier

Montag, 06. Juni 2016
Mark Zuckerberg ist Opfer einer Hackerattacke geworden
Mark Zuckerberg ist Opfer einer Hackerattacke geworden
Foto: Axel Springer

Unbekannte haben sich in Twitter-Profile von Prominenten wie Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Rolling-Stones-Musiker Keith Richards und Reality-TV-Star Kylie Jenner gehackt. Zunächst blieb unklar, ob die Attacken zusammenhingen. Einige Experten hielten zumindest in einigen Fällen eine Verbindung zum mehrere Jahre zurückliegenden Datendiebstahl beim Karriere-Netzwerk LinkedIn für möglich.

Im Twitter-Profil des 72-Jährigen Richards hieß es, es sei zeitweise gekapert gewesen, und die Tweets mit Hassrede seien inzwischen entfernt worden. Die 18-Jährige Jenner warnte ihre Fans per Video beim Dienst Snapchat, dass ihr Twitter-Konto gehackt worden sei. Über den Account der Comedy-Band Tenacious D wurde die Falschnachricht verbreitet, der dazugehörende Schauspieler Jack Black, 46, sei tot. Später hieß es dort, das Profil sei gehackt worden und die Mitteilung nur ein "kranker Scherz" gewesen.

Bei Facebook-Chef Mark Zuckerberg, 32, wurden selten genutzte Profile bei anderen Online-Netzwerken angegriffen. Beim Foto-Dienst Pinterest gelang es ihnen am Sonntag, die Profilbeschreibung für kurze Zeit durch den Text "gehackt vom OurMine Team" zu ersetzen, wie Screenshots unter anderem beim Tech-Blog Engadget belegen. Bei Twitter gab es eine verdächtige Aktivität auf Zuckerbergs Account mit dem Namen "@finkd", in dem er seit Januar 2012 nichts mehr veröffentlicht hatte.

Facebook erklärte der Website Venture Beat in der Nacht zum Montag, zu Zuckerbergs Konto bei der hauseigenen Fotoplattform Instagram hätten sich die Hacker entgegen ihren Behauptungen keinen Zugang verschafft. "Die betroffenen Accounts wurden wieder gesichert." Das Twitter-Konto war zeitweise gesperrt und ist inzwischen wie das Pinterest-Profil wieder in ursprünglicher Form online.

Dafür ist das Twitter-Konto der Hacker blockiert worden. Sie hatten behauptet, Zuckerbergs Passwort in den gestohlenen Daten des Karriere-Netzwerks LinkedIn entdeckt zu haben. Das lässt sich nicht bestätigen, könnte aber erklären, wieso mehrere Profile betroffen waren - sofern Zuckerberg das gleiche Passwort bei mehreren Diensten verwendet haben sollte. Er veröffentlicht seit Jahren nur noch bei Facebook.

Bei dem Angriff auf LinkedIn wurden 2012 mehr als 100 Millionen Nutzer-Daten inklusive verschlüsselter Passwörter erbeutet. Möglicherweise waren die dabei eingesetzten Verschlüsselungs-Methoden nicht ausreichend, um sie unknackbar zu machen. dpa

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