iWatch Apple will mit Namedropping in der Modecommunity punkten

Montag, 08. September 2014
Im Apple-Store gibt´s bald auch Uhren zu kaufen
Im Apple-Store gibt´s bald auch Uhren zu kaufen
Foto: Foto: Apple
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Apple Marc Newson iWatch iPhone


Am Dienstag blickt mal wieder alle Welt nach Cupertino. In der kalifornischen Kleinstadt, die vor allem als Hauptsitz von Apple bekannt ist, wird der Konzern neben dem iPhone 6 wohl auch die sagenumwobene iWatch präsentieren. Am Look and Feel des Produkts könnte auch Top-Designer Marc Newson mitgewirkt haben. Dass diese News ausgerechnet jetzt durchsickert, ist ganz sicher kein Zufall.
Der renommierte australische Designer, der bereits für die Airline Qantas, die Champagner-Marke Dom Pérignon und das Jeans-Label G-Star gewirkt und Produkte von Nike und Ford mitgestaltet hat, ist nun offiziell für Apple tätig. Und zwar nicht erst seit gestern: Wie die "Vanity Fair" exklusiv berichtet, arbeitet Newson, der angeblich eng mit Apples Designchef Jonathan Ive befreundet ist, bereits seit dem letzten Jahr am Design von Apple-Produkten. “Marc ist zweifellos einer der einflussreichsten Designer dieser Generation”, verteilt Ive in der "Vanity Fair" Vorschusslorbeeren. Er freue sich, die Zusammenarbeit offiziell machen zu können, da sich diese als "effektiv" erwiesen habe. Ein Zitat, bei dem Wettbewerber wie Samsung und LG sicher aufhorchen dürften - und das die Spannung vor dem Launch-Event am morgigen Dienstag weiter anheizt. Grund: Newson ist nicht nur einfach Designer, sondern auch Unternehmer. Mit Ikepod hat er eine eigene Uhrenfirma gegründet. Dass Newson angesichts dieser Vita auch geholt wurde, um die iWatch mitzugestalten, dafür muss man eigentlich nur noch eins und eins zusammenzählen.

Bemerkenswert ist auch, dass Apple die Personalie überhaupt offiziell bestätigt - und dann auch noch in der "Vanity Fair". Normalerweise schweigt der Konzern zu Interna wie ein Grab. Doch warum macht Apple im Falle von Newson eine Ausnahme? Wahrscheinlich deshalb, weil auch für Apple die Design-Hürden mit dem
Einstieg in den Markt für Wearable-Produkte wie Uhren dramatisch gestiegen sind - und das Unternehmen einen großen Namen in die Waagschale werfen will, um bei den Meinungsmachern der Modebranche zu punkten. Nur so lässt sich auch erklären, warum ausgerechnet die Modezeitschrift "Vanity Fair" mit der Info gefüttert wurde.

Wird die iWatch so aussehen?
Wird die iWatch so aussehen? (Bild: Copyright: Martin Hayek & Adam Banks)
Apple-Chef Tim Cook, der mit der iWatch seine erste eigene Produktkategorie einführt und endlich aus dem Schatten des verstorbenen Unternehmensgründers Steve Jobs treten will, tut offenbar alles, um die Modeszene auf seine Seite zu ziehen. Dazu passen auch Reuters-Informationen, denen zufolge zu der morgigen Apple-Produktshow so viele Mode-Journalisten und Blogger eingeladen wurden wie niemals zuvor. Auch dass mit Paul Deneve und Angela Ahrendts die früheren Chefs von Yves Saint-Laurent und Burberry zu Apple gewechselt sind, passt da ins Bild.

Unter dem Strich muss man Apple einmal mehr bescheinigen, eine ausgebuffte PR-Strategie für den iWatch-Launch entworfen zu haben. Ob die Strategie letztlich aufgeht und die Multiplikatoren der Fashion-Szene das Produkt wirklich gut finden, wird sich spätestens morgen zeigen. mas
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