Manipulation beim Gelben Engel ADAC hat offenbar BMW nach vorne geschoben

Freitag, 07. Februar 2014
Beim "Lieblingsauto" ist der Wurm drin: VW-Chef Winterkorn bei der Verleihung (c) ADAC
Beim "Lieblingsauto" ist der Wurm drin: VW-Chef Winterkorn bei der Verleihung (c) ADAC
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Die Manipulation beim ADAC nimmt scheinbar immer größere Ausmaße an. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" hat der Automobilclub beim "Gelben Engel" nicht nur die Zahl der abgegeben Stimmen verändert, sondern auch die Reihenfolge der ausgezeichneten Modelle. Von den Veränderungen habe beim "Lieblingsauto der Deutschen" BMW profitiert. Laut dem Bericht hat hier das Modell BMW 5 ursprünglich den siebten Rang belegt. Offiziell wird die Edelkarosse aber auf Platz 5 geführt. Dafür rutschte dann der VW Tiguan, der ursprünglich auf Platz 5 gelegen haben soll, aus dem veröffentlichen Ranking. Durch die Veränderung sind neben VW und Mercedes auch der Münchner Premiumhersteller in der Rangliste vertreten.

Ein ADAC-Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass er den Bericht nicht bestätigen könne, da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen seien. Derzeit überprüft Deloitte im Auftrag des ADAC sämtliche Wahlen. Die Ergebnisse sollen nächte Woche präsentiert werden.

Bisher hat der ADAC zugegeben, dass es bei der diesjährigen Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" zu Fälschungen bei den abgegebenen Stimmen gekommen sei. Kommunikationschef Michael Ramstetter übernahm dafür die Verantwortung und trat von all seinen Ämtern zurück. Im Interview mit der aktuellen Ausgabe der Mitgliederzeitschrift "ADAC Motorwelt" hatte Präsident Peter Meyer gesagt, dass er weiterer Manipulationen nicht ausschließen könne. Zuletzt sicherte er vergangenen Sonntag abend bei Günther Jauch eine allumfassende Aufklärung zu. Der ADAC müsse seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen. Nach Darstellung des Clubs haben bislang 15.000 Mitglieder aufgrund der Ereignisse den Verein verlassen. mir
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