Magna Global-Studie Programmatic Advertising weltweit auf dem Vormarsch

Dienstag, 30. September 2014
Werbekampagnen werden verstärkt in Echtzeit gebucht
Werbekampagnen werden verstärkt in Echtzeit gebucht
Foto: Bild: Mathias Rosenthal / Fotolia
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Mediaagentur Interpublic Advertising Inventar


Programmatic Buying erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Wie die Mediaagentur Magna Global (Interpublic) in ihrem Programmatic Forecast ausführt, werde allein in diesem Jahr weltweit Inventar im Wert von 21 Milliarden US-Dollar automatisiert gehandelt. Das sei ein Plus von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mehr als die Hälfte der Transaktionen enfalle auf den US-Markt, aber auch in Großbritannien, China, Japan und Australien erfolgt der Mediaeinkauf zunehmend per Programmatic Buying. Auch in den kommenden vier Jahren soll das starke Wachstum anhalten. Laut Magna Global werde das Marktvolumen bis 2018 auf 53 Milliarden Dollar weltweit anwachsen, was einer jährlichen Wachstumsrate von 27 Prozent entspreche. Der Siegeszug des Programmatic Buying wird in erster Linie begünstigt von dem Wunsch nach mehr Effizienz: Vor allem die Reduktion von Kosten und Streuverlusten seien Gründe für das Wachstum von Programmatic Buying. Der Report nennt aber auch die Möglichkeit, ein breiteres Spektum an digitalem Inventar zu Geld machen zu können, als Treiber des Wachstums.

Diese Vorteile wollten sich in den vergangenen 18 Monaten vor allem die Branchen Konsumgüter, Automotive und Pharma zunutze machen. Unter den beobacheten Formaten macht Display bei den automatisiert eingekauften Werbeplätzen weltweit den Löwenanteil aus, Video und Social holen jedoch auf. In die Bereiche des absoluten Premiuminventars wird Programmatic Buying allerdings voraussichtlich nicht so bald vorstoßen: längere Videos, Sponsorings oder andere Sonderwerbeformen würden auch in vier Jahren größtenteils noch auf traditionelle Weise gehandelt werden, so Magna Global.

In dem Report widmet sich Magna Global auch der extremsten Form des automatisierten Werbeverkaufs, dem Real Time Bidding (RTB). Auf diese Form, bei der Werbeinventar in Echtzeit an den Höchstbietenden versteigert wird, entfallen in den 35 betrachteten Märkten bereits 9,3 Milliarden US-Dollar. Auch hier erweisen sich die Vereinigten Staaten als Vorreiter: Mehr als die Hälfte davon (58 Prozent) des RTB-Geschäfts findet in den USA statt. Bis 2018 sollen die Ausgaben für Real-Time-Bidding-Kampagnen in den USA auf 18,2 Milliarden Dollar steigen, wie der US-Dienst "Business Insider" kürzlich vorrechnete. ire
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