Loewe-Krise Premiummarke kämpft ums Überleben

Dienstag, 16. Juli 2013
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Der TV-Gerätehersteller Loewe steht massiv unter Druck. Die Traditionsmarke hat am Dienstag einen Antrag auf Gläubigerschutz gestellt. Damit will sich das Unternehmen Luft verschaffen für eine weitere Umstrukturierungsrunde. Die finanziellen Probleme der Marke sind nicht neu. Seit Jahren kämpft der Premiumanbieter gegen die Billigkonkurrenz aus Asien. Die Folge des kräftezehrenden Wettbewerbs: Seit 2010 schreibt das Unternehmen rote Zahlen. In den vergangenen fünf Jahren ging der Umsatz von 374 auf 250 Millionen Euro zurück. Zuletzt meldete das Unternehmen für das 1. Quartal einen Umsatzverlust von 30 Prozent.

Die mögliche Pleite ausgerechnet im Jahr des 90-jährigen Bestehens wäre besonders bitter. Loewe steht seit Jahren für Design und Qualität, für eine exzellente Markenführung. 2009 etwa erhielt der damalige CEO Frieder C. Löhrer innerhalb weniger Tage das Goldene Brandeisen des Frankfurter Marketing Clubs und beim VDW Award für den Spot Remote Control" (Agentur: Scholz & Friends, Berlin) die Auszeichnung für den besten Werbefilm. Das ist Geschichte. Die Marke wird seitdem geprägt von Chefwechseln, der Suche nach neuen Produkten sowie Märkten und von Stellenstreichungen. Genutzt hat das alles bisher wenig. Statt über das Jubiläum zu sprechen und mit der Kampagne vom Mai (Kreation: Brandoffice) neue Akzente zu setzen, geht es für Loewe ums nackte Überleben. mir
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