"Little Big Influencers" 5 Gründe, warum Kids als Zielgruppe nicht unterschätzt werden sollten

Donnerstag, 30. Juli 2015
Kids haben beim Shoppen ein Wörtchen mitzureden
Kids haben beim Shoppen ein Wörtchen mitzureden
Foto: Edeka
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Kaufentscheider Kaufentscheidung Viacom


Jeder kennt solche Szenen: Kinder sind mit ihren Eltern im Supermarkt. Wenn sie etwas Bestimmtes wollen, bestehen sie beharrlich darauf. In welchem Ausmaß Kinder die Kaufentscheidungen ihrer Eltern beeinflussen, zeigt jetzt die Studie "Little Big Influencers" von Viacom International Media Networks.
Ob bei Spielzeug, Mode oder Ernährung - Kinder haben laut der Studie einen immensen Einfluss darauf, was gekauft wird. Sogar beim Kauf von Autos und der Buchung von Urlaubsreisen tun Kinder ihre Meinung mit Erfolg kund. Und das in nicht gerade geringem Ausmaß. Die Ergebnisse der Studie "Little Big Influencers", die der Medienkonzern Viacom als Eigentümer von Kindersendern wie Nickelodeon sicher auch in der Kundenakquise nutzen dürfte, zeigen:

1. Kinder dürfen mitentscheiden

Fast jedes Kind zwischen sechs und 13 Jahren (98 Prozent) darf in Nordeuropa mitentscheiden, wenn nicht gar allein darüber entscheiden, was gekauft wird. Besonders bei Spielzeug (88 Prozent), Bekleidung (79 Prozent) und Ausflugszielen (79 Prozent) hören Eltern auf die Meinung ihrer Kinder.

2. Eltern vertrauen ihren Kindern

Laut Studie liegt das vor allem daran, dass sich im Gegensatz zu früheren Generationen die Beziehung der Kinder zu ihren Eltern (und umgekehrt) verändert hat. Heute sei das Eltern-Kind-Verhältnis wesentlich enger. Hierdurch entstehe eine starke Vertrauensbasis, weshalb neun von zehn Eltern die Meinung ihrer Kinder bei Kaufentscheidungen auch ernst nehmen. 39 Prozent geben zudem an, dass ihr Kind in einigen Bereichen über ein größeres Produktwissen verfügt als sie selbst.

3. Kinder haben Kohle

Kinder haben außerdem auch eigene Kaufkraft. Denn das Vertrauen der Eltern in ihre Kinder macht sich auch beim Thema Taschengeld bemerkbar, das die Mehrheit der befragten Kinder erhält. Hierdurch verfügen sie in den sechs befragten Ländern insgesamt über circa 3 Milliarden Euro eigene jährliche Kaufkraft.

4. Die Word-of-Mouth-Power ist stark

Kinder sprechen eben auch sehr deutlich aus, welche Dinge sie gerne hätten. 87 Prozent äußern sich regelmäßig dazu, und sieben von zehn Eltern geben an, dass ihr Nachwuchs starken Einfluss auf Kaufentscheidungen hat.

5. Fernsehwerbung hat einen starken Einfluss

Die Informationen und Anregungen für ihre Wünsche bekommen Kinder durch Eltern und Freunde. Aber auch Fernsehwerbung spielt der Studie zufolge eine große Rolle. 80 Prozent der befragten Kinder gaben an, mit ihren Eltern regelmäßig über TV-Werbung zu sprechen.

"Unsere Studie 'Little Big Influencers' belegt, dass die Kids die wahren Kaufentscheider in der Familie sind - dies macht sie zu einer starken, einflussreichen Zielgruppe für Werbetreibende", buhlt Mark Specht, General Manager von Viacom International Media Networks GSA, um die Werbeindustrie, die laut Studie wegen der zunehmenden Verbreitung von Geräten wie Laptops, Tablets und Smartphones verstärkt auf Multiplatform-Targeting setzen sollte.

Für die Studie wurden 3600 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sowie deren Eltern online befragt. Sie kamen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Polen und Schweden. Zudem wurden qualitative Pair-Interviews mit 32 Kindern und Eltern aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und Schweden geführt. Die Studie ist für die befragten Länder repräsentativ. jp
Die Ergebnisse der "Little Big Influencers"-Studie zeigen: Kinder sind die wahren Kaufentscheider
Die Ergebnisse der "Little Big Influencers"-Studie zeigen: Kinder sind die wahren Kaufentscheider (Bild: Viacom International Media Networks)
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