Lieferservice Wie Burger King und Lieferheld voneinander profitieren können

Freitag, 15. Januar 2016
Ab sofort kann man den Whopper auch online ordern
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Foto: Burger King

Während Markführer McDonald's beim Thema Lieferservice noch an Pilotprojekten laboriert, macht Burger King Nägel mit Köpfen: Ab sofort sind die ersten Restaurants der Kette auf den Apps von Lieferheld gelistet. In diesem Jahr sollen 100 Standorte bundesweit in das Liefernetzwerk eingebunden werden. Offen ist allerdings, wer von den Partnern mehr von der Kooperation hat.

Offiziell könnte die Liebe zwischen den beiden neuen Partnern nicht größer sein. So sagt Andreas Bork, Geschäftsführer von Burger King Deutschland: "Der Lieferservice ist für uns ein zentraler Baustein in unserer langfristigen Unternehmensstrategie. Wir freuen uns, dass wir mit Lieferheld und der Delivery Hero Gruppe einen starken und erfolgreichen Partner mit umfangreicher technologischer Expertise für den kontinuierlichen Ausbau des Burger King Lieferservices gewinnen konnten."  Und Niklas Östberg, CEO von Delivery Hero, ergänzt: "Lieferheld steht für Vielfalt und die beste Auswahl an starken und beliebten Marken. Deswegen sind wir sehr froh, dass sich ein Top-Unternehmen wie Burger King ganz bewusst für eine Partnerschaft mit Lieferheld entschieden hat und auf unser technologisches Know-How setzt, um den Burger King Lieferservice deutschlandweit auszurollen."

Burger King - Spar Kings 2015
Bild: Unternehmen

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Doch beide Partner können eigentlich nicht daran interessiert sein, mit einem Partner auf Augenhöhe zu operieren. Für die durchaus beachtlichen Geschäftsgebühren, die Delivery Hero von angeschlossenen Schnellimbissen und Restaurants erwartet, ist die unter anderem über TV-Kampagnen geleistete Marketingarbeit ein wesentliches Argument. Unterstützung, die das selbst werblich aktive Burger King nicht braucht. Umgekehrt gibt Burger King wohl kaum mit großer Begeisterung einem externen Partner einen detaillierten Einblick in die bundesweiten Präferenzen seiner Kunden. Doch beide Partner handeln aus einer Notlage heraus. Lieferheld muss sich in einem kompetitiven Markt gegen andere Lieferapps behaupten. Als erster hier einen großen Markennamen im Angebot zu haben, hilft klar bei der Differenzierung des eigenen Angebots. Burger King sucht seinerseits nach einer Möglichkeit, seinen Lieferservice bei potenziellen Kunden bekannt zu machen. Dabei gibt die Kooperation mit einer Marke, deren Lieferkompetenz schon etabliert ist, einen sehr hilfreichen Vertrauensvorschuss.
Für den neuen Service hat Burger King eine eigene Lieferflotte aufgebaut
Für den neuen Service hat Burger King eine eigene Lieferflotte aufgebaut (Bild: Burger King)
Schon jetzt ist erkennbar, dass Burger King mittelfristig auf Stand-alone-Lösungen für seinen Lieferservice hinarbeitet. Lieferheld wird nicht nur die Burger-King-Restaurants nach und nach in seine Online-Bestellplattform integrieren, sondern für Burger King in Deutschland auch eine neue Lieferservice-Website und -Apps entwickeln. Ab März sollen die Burger King eigene Website Bklieferservice.de im neuen Design und mit neuer Technik gelauncht und die Burger King Lieferservice-Apps live geschaltet werden. Ziel ist es, bis Ende des Jahres in 100 Burger King Restaurants den Lieferdienst anzubieten.

Für den Kundenzuspruch soll ein eigens entwickeltes Qualitätskonzept sorgen. So wurden eigens für den Lieferservice spezielle Verpackungen entwickelt. Die Fahrtzeit zum Gast soll maximal acht Minuten betragen, und Bestellungen werden nur von eigenen Fahrern ausgeliefert, die je nach Lage des Restaurants mit dem Auto, Motorroller oder E-Bike unterwegs sein werden.

Der deutschlandweite Roll-out wird nun in zwei Phasen stattfinden: Zunächst werden die Pilot-Restaurants in Berlin, Mannheim, Chemnitz, Dresden, Gera, Zwickau, Singen und Waiblingen an die Lieferheld-Plattform angeschlossen. Die zweite Phase startet dann im März, wenn weitere 30 Restaurants den Lieferservice in ihr Angebot aufnehmen werden. cam

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