Lieferheld Essensbringdienst verwandelt Berliner Planetarium in Riesen-Burger

Freitag, 24. April 2015
Das Zeiss-Planetarium in Berlin: Eine Sternwarte, die man am liebsten anbeißen würde
Das Zeiss-Planetarium in Berlin: Eine Sternwarte, die man am liebsten anbeißen würde
Foto: Lieferheld

Dass man bei Lieferheld nicht auf herkömmliche Werbung steht, wurde spätestens bei der Guerilla-Kampagne zum Hamburger Bürgerschaftswahlkampf deutlich. Nun hat sich das Unternehmen erneut eine ausgefallene Aktion überlegt: Anlässlich des 60. Geburtstages von McDonald's verkleidet Lieferheld das Zeiss-Großplanetarium in Berlin für einen Monat in einen gigantischen Hamburger.
Dass die Out-of-Home-Kampagne das Jubiläum der Fast-Food-Kette zum Anlass hat, deutet Lieferheld allerdings nur an: In der Unternehmensmitteilung ist von einer "heute global agierenden Hamburgerkette" die Rede, die 1955 ihre erste Filiale eröffnete - dabei handelt es sich selbstredend um McDonald's. Die Unternehmensgründung ist für Lieferheld aber nicht entscheidend, sondern vielmehr der Siegeszug des Hamburgers, der in jenem Jahr weltweit Fahrt aufnahm. Inzwischen sei der Burger "viel mehr als nur Fast-Food", wie Lieferheld erklärt. In der Tat: So ein Sandwich kann zum Beispiel auch eine Verkleidung für eine Kuppel mit 30,8 Metern Durchmesser sein. So geschehen in Berlin, wo Lieferheld die 1082 Mosaikfelder auf dem Dach des Zeiss-Großplanetariums in Handarbeit mit einer Spezialfolie versehen hat, die das Bild eines überdimensionalen Hamburgers zeigt. Die Folie soll einen Monat lang zu sehen sein. Die Einnahmen aus der Zweckentfremdung der Kuppel will das Planetarium in seine Modernisierung stecken, die Anfang 2016 abgeschlossen sein soll.

Entstanden ist die Idee ursprünglich bei der Plattform flimmer.de von Top-Regisseur Marco Kreuzpaintner (u.a. Telekom, Haribo), die bei der Suche nach einem Partner für die Aktion auf Lieferheld zukam. "Das Planetarium passt ideal zu Lieferheld. Nicht nur, weil wir einen Kometen im Logo haben, der unsere Schnelligkeit symbolisiert. Auch auf unserer Plattform kann man auf Entdeckungsreise gehen, und die Vielfalt an Essensmöglichkeiten entdecken", sagt Lieferheld-Chef David Rodriguez.

Lieferheld unterstreicht mit der Aktion einmal mehr seinen Ruf als Werbungtreibender, der gerne ungewöhnliche Wege geht. Zu Beginn des Jahres sorgte das Unternehmen für Gesprächsstoff, als es den Hamburger Bürgerschaftswahlkampf mit einer schrägen Guerilla-Kampagne infiltrierte. Lieferheld kann allerdings auch klassisch: Ende 2013 startete der Essensbringdienst eine millionenschwere Kampagne im TV. ire
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