Laut AdAge P&G will US-Mediaeinkauf im großen Stil automatisieren

Donnerstag, 05. Juni 2014
Offenbar großer Fan von Programmatic Buying: Procters Chef-Marketer Marc S. Pritchard (Bild: P&G)
Offenbar großer Fan von Programmatic Buying: Procters Chef-Marketer Marc S. Pritchard (Bild: P&G)


Wegweisende Nachrichten aus den USA: Der weltweit größte Werbungtreibende Procter & Gamble will bis Jahresende womöglich 70 bis 75 Prozent seiner digitalen Werbeschaltungen in den USA automatisiert abwickeln. Das weiß der US-Branchendienst "AdAge" und nennt es ein ambitionierten Ziel - schließlich würden P&Gs Erfahrungen mit Programmatic Buying bislang auf kleineren Tests beruhen. Die scheinen Procters obersten Marketingmann Marc S. Pritchard offenbar überzeugt zu haben.
Und es geht noch weiter: Die Unternehmensinsider, auf die sich "AdAge" beruft, sagen das gleiche Prozedere für Mobile im kommenden Jahr voraus. Das würde bedeuten, dass künftig drei von vier Display-Ads für Pampers und Co. automatisiert und in Echtzeit eingekauft und ausgespielt werden. Ähnliche Pläne hatte in den USA bereits ein Media-Manager von American Express formuliert.

Bei P&G wäre der Schwenk deutlich bahnbrechender. Während das Kreditkarten-Geschäft ohnehin datenbasiert ist und Erfolge in Kartenanträgen und -umsätzen schnell gemessen werden können, ist die ROI-Messung bei Werbung für Fast Moving Consumer Goods deutlich komplexer - vor allem, was Digitalmaßnahmen angeht. Interessant dürfte vor allem sein, wie Procter seine Marken von einer Präsenz in der "Resterampe" des Internets bewahren will und US-Publisher genügend adäquate Inhalte programmatisch vermarkten.

P&G wollte das Thema auf AdAge-Anfrage übrigens nicht kommentieren. mh
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