Kundenservice und Twitter Wie Tesco einen enttäuschten Vampirjäger sehr glücklich machte

Dienstag, 08. April 2014
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Kundenservice gilt gemeinhin als zähes Geschäft, bei dem weder der Beschwerdeführer noch der Beschwerdemanager sonderlich viel zu Lachen haben. Dass das auch anders geht, demonstrierte das Twitter-Team der britischen Händlers Tesco, das sich mit einer besonders skurrilen Beschwerde über einen vor dem Verfallsdatum verfaulten Knoblauch konfrontiert sah.


Twitter-User AlfrescoDB hatte eigentlich eine ganz alltägliche Beschwerde. Der Knoblauch, den er bei Tesco gekauft hatte, war schon vor dem Verfallsdatum verschimmelt. Weniger alltäglich war allerdings die dramatische Fallhöhe, die er seinem Tweet mit der abschließenden Frage verlieh: "Wie soll ich denn jetzt die Vampire vertreiben?"

Durchschnittliche Service-Mitarbeiter wäre mit einer derart phantasievollen Beschwerde überfordert gewesen. Das Tesco-Twitterteam bewies dagegen mühelos, dass es auch für Nachwuchs-Van Helsings viel Verständnis hat. In einem Antwortbrief erhielt AlfrescoDB nicht nur einen Gutschein für weiteren Knoblauch, "um die Menschen zu schützen, die sie lieben". Zum Abschluss appellierte Kundenservice-Manager noch einmal persönlich an den enttäuschten Kunden: "Ich hoffe dass dieses Erlebnis, Sie nicht dazu gebracht hat, ihre Überlebensausrüstung gegen die Untoten und andere nichtweltliche Existenzen woanders zu erwerben. Wir haben eine breite Auswahl an Produkten im Angebot von Tesco, um solche Kreaturen abzuwehren, allerdings bedauerlicherweise keine Silberkugeln, weshalb wir uns außerstande sehen, Ihnen im Kampf gegen Werwölfe zu helfen."

Bei den Twitter-Usern kam die humorvolle Antwort gut an. Mit 416 Retweets und 215 Likes hat sich das von AlfrescoDB geteilte Antwortschreiben mittlerweile zu einem digitalen Achtungserfolg für Tescos Kundenservice entwickelt. cam
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