Kultursponsoring Banken und Versicherungen sind die größten Geldgeber

Freitag, 22. Mai 2015
Banken zieht es am stärksten zur Kultur
Banken zieht es am stärksten zur Kultur
Foto: Causales
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Kultursponsoring Sponsoringmarkt Destatis


Auch wenn das Kultursponsoring aufgrund einer kleinteiligen Organisationsstruktur lange nicht so professionell organisiert ist wie das Sportsponsoring, entwickelt es sich mehr und mehr positiv. HORIZONT zeigt fünf verschiedene Studien, die einen Gesamtüberblick über den wenig erfassten Markt des Kultursponsoring verschaffen.
Banken zieht es am stärksten zur Kultur
Banken zieht es am stärksten zur Kultur (Bild: Causales)
Die Kommunikationsmaßnahmen, die von den befragten Kulturanbietern genutzt werden, sind in erster Linie Mundpropaganda, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Multimedia, Internet und Social Media. Von den Sponsoringpartnern geben 18,9 Prozent an, zwischen 1000 und 10000 Menschen im vergangenen Jahr über diese Kommunikationskanäle erreicht zu haben.
Meet & Greet mit den Unterstützern
Meet & Greet mit den Unterstützern (Bild: Causales)
Die Integration der Markenbotschaft des Sponsors in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in die Drucksachen bildet die Basis der kommunikativen Gegenleistungen der Kulturanbieter und ermöglicht den Sponsoren Zugang zum Konsumentenmarkt. Auffällig ist zudem der hohe Stellenwert von Frei- und VIP-Karten sowie der Zugang zu Previews und Meet & Greet. Sponsoren nutzen diese Leistungen, um einen direkten Nutzen an Kunden, Lieferanten und Dienstleistern weiterzureichen und um in einem künstlerisch anspruchsvollen Umfeld ins Gespräch zu kommen.

Theater und Musik beanspruchen Löwenteil
Theater und Musik beanspruchen Löwenteil (Bild: Statistisches Bundesamt)
Die öffentlichen Haushalte stellten 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2009 für den Bereich Theater und Musik zur Verfügung. Aktuellere Zahlen liegen nicht vor. Gemessen an den gesamten öffentlichen Kulturausgaben betrug der Anteil für Theater und Musik 35,4 Prozent. Damit stellte der Bereich von anderen Kultursparten wie Museen und Bibliotheken die größte Ausgabenposition im Kulturhaushalt dar. Neue Zahlen bis 2012 über die Entwicklung der öffentlichen Kulturinvestitionen wird das Statistische Bundesamt nach eigenen Angaben Mitte Juni veröffentlichen.

Persönliche Empfehlung füllt die Ränge
Persönliche Empfehlung füllt die Ränge (Bild: Causales)
Betrachtet man die Branchen, aus denen sich die Sponsoringpartner im Kulturmarkt präsentieren, sind dort Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister mit Abstand am häufigsten vertreten. Es folgen mit einem Rückstand von mehr als 25 Prozentpunkten die Medienbranche und Energiedienstleister. Jeweils 42,2 Prozent der Sponsoringpartner sind Großunternehmen und Mittelständler, 15,6 Prozent sind Kleinunternehmen. Lisa Naumann
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