Kofferaumzustellung DHL, Audi und Amazon wollen Pakete direkt ins Auto liefern

Mittwoch, 22. April 2015
DHL, Amazon und Audi tetsten die "Kofferaumzustellung"
DHL, Amazon und Audi tetsten die "Kofferaumzustellung"
Foto: Deutsche Post
Themenseiten zu diesem Artikel:

DHL Audi Amazon Jürgen Gerdes Volvo Mobile World Congress


Diese Situation kennt wohl jeder: Abends nach der Arbeit liegt im Briefkasten ein gelber Abholschein, das sehnsüchtig erwartete Paket befindet sich statt im heimischen Wohnzimmer noch mindestens bis zum nächsten Werktag in einer Postfiliale. Für dieses Dilemma entwickeln DHL, Amazon und Audi nun eine Lösung - die sogenannte Kofferaumzustellung, bei der Pakete mithilfe einer eigens geschaffenen Smartphone-App im Kofferaum der Besteller sicher abgelegt werden.
Starten soll das Projekt mit einer mehrmonatigen Pilotphase bereits im Mai im Großraum München. Dort soll ein ausgewählter Kundenkreis die Zustelllösung testen. Die Teilnehmer in der frühen Projektphase werden hierzu von Audi registriert. "Mit dieser erstmaligen Pilotierung einer Kofferraumzustellung für Privatkunden in Deutschland beweisen wir einmal mehr unsere Marktführerschaft und verfolgen weiter konsequent unsere Strategie, den Paketempfang noch individueller auf die Wünsche der Kunden auszurichten", sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Post - eCommerce - Parcel bei der Deutsche Post DHL Group. Funktionieren soll die Kofferaumzustellung wie folgt: Mit einer Smartphone-App erhält der DHL-Zusteller den genauen Standort des Fahrzeugs sowie den Zugang zum Kofferraum des jeweiligen Autos. Nachdem das Paket verstaut und der Kofferraum wieder geschlossen wurde, verriegelt sich dieser automatisch. Der Zusteller erhält über die App nochmals eine Bestätigung und der Fahrzeughalter wird per Mail über die erfolgreiche Zustellung informiert. Der Bestell- und Liefervorgang soll somit für den Kunden besonders einfach, transparent und kontrollierbar sein.
Auto statt Paketstation - das ist ab Mai in München Realität
Auto statt Paketstation - das ist ab Mai in München Realität (Bild: Deutsche Post)
Der Vorstoß der drei Partner klingt innovativ, ist es aber nur bedingt: Bereits im vergangenen Jahr präsentierte Volvo auf dem Mobile World Congress in Barcelona mit seinem Roam-Delivery-Service einen ähnlichen Ansatz. Das System basiert auf der App "Volvo On Call", die auch zum Vorheizen oder Kühlen des Autos per Smartphone genutzt werden kann. In Serie gegangen ist das Projekt aber noch nicht. fam
Meist gelesen
stats