"Kein Grund sich auszuruhen" 3 Fragen an die Dmexco-Gründer Christian Muche und Frank Schneider

Dienstag, 13. September 2016
Christian Muche und Frank Schneider
Christian Muche und Frank Schneider
Foto: Foto: dmexco

Ab morgen schlägt das Herz der internationalen Digitalwirtschaft wieder in Köln: Die Dmexco öffnet ihre Tore. Die Messe wächst und wächst - doch auf ihren Erfolgen ausruhen wollen sich die beiden Dmexco-Gründer Christian Muche und Frank Schneider nicht. Wie es in den nächsten jahren weitergehen soll, erklären sie im Interview mit HORIZONT Online.

3 Fragen an Christian Muche, Director Business Development, Strategy & International Dmexco

(Bild: Dmexco)
1. Das Motto der diesjährigen Dmexco lautet "Digital is everything – not every thing is digital". Irgendwie ganz schön schräg. Was genau meinen Sie damit? Unter dem Motto "Digital is everything – not every thing is digital" bilden wir das gesamte Spektrum der Digitalität ab, die inzwischen nahezu jeden Bereich der Wirtschaft und unseres täglichen Lebens durchdringt, aber nicht zwingend jedwede Handlung eines Konsumenten ausmacht. Sie ist die Grundlage verschiedenster Kommunikationskanäle und treibt die Entwicklung all jener Tools und Devices, die dem Konsumenten eine grenzenlose Vernetzung ermöglichen. Für die Media-, Marketing- und Kommunikationsindustrie ergeben sich daraus völlig neue Möglichkeiten, sich mit dem Alltag der Menschen zu verbinden. Und das nicht erst morgen oder irgendwann, sondern hier und jetzt: auf der Dmexco 2016. 2. Sie trommeln für die Dmexco immer stärker auch im Ausland. Beim Anteil ausländischer Aussteller knackt die Kongressmesse 2016 erstmals die avisierte 50-Prozent-Marke. Zufrieden, und wie soll es jetzt weitergehen? Selbstverständlich sind wir mit der gesamten Entwicklung zufrieden. Dennoch gibt es für uns keinen Grund, uns auf diesen Ergebnissen auszuruhen, da die Wirtschaft schon jetzt mit weiteren Themen und Potenzialen aufwartet, die sich für die Dmexco eignen. Unabhängig von der inhaltlichen Weiterentwicklung werden wir auch in Zukunft weiter international wachsen. Den deutschen Markt decken wir schon heute zu 100 Prozent ab. Und auch in Europa und den USA besitzen wir eine sehr gute Abdeckung. Das heißt, das weitere quantitative Dmexco-Wachstum wird insbesondere aus Südamerika und den asiatischen Märkten kommen. In diesem Jahr haben wir sogar erstmals afrikanische Brands auf der Dmexco, worauf wir sehr stolz sind.

3. Auch die Zahl der ausländischen Besucher liegt 2016 doppelt so hoch wie im Vorjahr. Dafür müssen Sie aber auch Satelliten-Events rund um den Globus veranstalten. Warum lohnt sich der Aufwand? Die erfolgreichen Dmexco Satellite-Events tragen rund um den Globus zum weiteren Ausbau der Dmexco bei – 2016 gab es hier zwei echte Premieren: Exklusive Satellites in Stockholm und Tel Aviv haben die Dmexco erstmals auch direkt vor Ort in Skandinavien und Israel präsentiert. Als unmittelbare Folge registrieren wir eine signifikant gestiegene Nachfrage aus diesen Märkten. Aber auch aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Frankreich, in denen weitere Satellite-Events stattfanden, sind immer mehr Marktteilnehmer an Bord der Dmexco 2016. Der Erfolg und das Wachstum von Jahr zu Jahr rechtfertigt den Aufwand der Satellites in den verschiedensten Märkten absolut.

3 Fragen an Frank Schneider, Director Marketing, Sales & Operations Dmexco

Dmexco-Macher Frank Schneider
Dmexco-Macher Frank Schneider (Bild: Dmexco)
1. Die Dmexco entwickelt sich weiter prächtig. 2015 sagten Sie uns: "Gegen eine Ausweitung der Dmexco auf drei Tage gibt es ein klares Votum." Gilt das noch immer oder müssen Sie nicht spätestens 2017 erweitern? Das können wir erst nach der Veranstaltung sagen, wenn die Ergebnisse der Marktforschung vorliegen und die Gespräche mit unseren Ausstellern abgeschlossen sind. Diese Entscheidung liegt auch nicht bei uns. Wir müssen darauf achten, was der Markt von seiner Plattform verlangt. Wichtig ist, ob eine deutliche Mehrheit der Aussteller und Besucher einen dritten Tag wünscht. Bei der Veranstaltung 2015 waren dies 21 Prozent der Aussteller und 20 Prozent der Besucher. Daher: Wir werden niemals gegen die Interessen des Marktes agieren. Am besten wir sprechen nach der Show noch einmal, dann sind wir alle schlauer.

2. Wie viel des Wachstums haben Sie der generellen Entwicklung der weltweiten Digitalbranche zu verdanken, wie viel harte Eigenarbeit steckt dahinter? Schwer zu sagen. Wir denken, dass beide Faktoren annähernd gleichbedeutend waren und die Kombination daraus zum Erfolg geführt hat. Die digitale Wirtschaft ist eine der zentralen Wachstumsbranchen für die Gesamtwirtschaft, sowohl bei den Umsätzen als auch bei der Zahl der Beschäftigten. Die Dmexco ist ein wichtiger Katalysator für die Beschleunigung dieses Wachstums. Als globale Business- und Innovationsplattform verbinden wir visionäre Trends mit realer Wirtschaft und definieren damit die kommerziellen Potenziale von morgen. Innerhalb weniger Jahre haben wir die Dmexco mit unserer Energie zum Vorreiter der digitalen Transformation entwickeln können und treiben als Wachstumsmotor die globale Digiconomy weiter aktiv voran.

3. Sie haben der Dmexco mit "Pure Business" jetzt einen neuen Claim verpasst. Warum? Weil dies das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu allen anderen Veranstaltungen ist und weil die Dmexco für das erfolgreiche Geschäft der weltweiten digitalen Wirtschaft steht. Wir haben ein System entworfen, das dem Zweck dient, unsere Aussteller und Besucher glücklich zu machen. Das ist die Basis für erfolgreiches Handeln, im wahrsten Sinne des Wortes. Noch einmal: Genau diesen Anspruch bringen wir mit dem neuen Dmexco- Claim deutlich zum Ausdruck. Wir waren in den letzten Jahren viel zu bescheiden, um unsere wirkliche Leistung deutlich nach vorn zu stellen. Für dieses Ziel haben Christian Muche und ich sehr hart gearbeitet.

Meist gelesen
stats