Kaufland-TV-Kampagne Nach der Banane geht es jetzt um die Wurst

Montag, 28. Oktober 2013
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Im ohnehin schweigsamen Einzelhandel gehört der Großflächen-Lebensmittelhändler Kaufland zweifelsohne zu den Schweigsamsten. Doch während das Neckarsulmer Unternehmen mit Pressevertretern eher ungern spricht, setzt es seine Charme-Offensive gegenüber den Kunden mit einem weiteren TV-Spot fort. Nach der Banane ist in dem von Grabarz & Partner kreierten Auftritt der nächste Protagonist ein Wiener Würstchen.
Die Kampagnendramaturgie folgt dabei dem schon im ersten Spot etablierten Strickmuster. Das Würstchen erzählt in einem Voice Over von seinen großen Zielen und Wünschen, nur um am Ende zu entdecken: "Das Leben ist kein Wunschkonzert". Statt die Welt zu entdecken oder der knackige, heiße Star beim Familienabanedessen zu sein, wird das arme Würstchen einfach vom Hund gefressen.

Mit dem neuen Spot ist klar, dass die Image-TV-Kampagne für Kaufland kein einmaliger Test der Mediengattung Fernsehen darstellt, sondern eine langfristig angelegte Maßnahme ist. Mit der Investition nutzt Kaufland einen werblich günstigen Moment, da Wettbewerber wie Real oder Marktkauf derzeit nicht mit Imageauftritten im Fernsehen aktiv sind. Bei der Entscheidung dürften auch die Erfahrungen von Konzernschwester Lidl hilfreich gewesen sein, die seit 2008 fast permanent im Fernsehen aktiv ist.

Die TV-Kampagnen der beiden Handelsmarken der Schwarz-Gruppe sind dabei klar unterscheidbar positioniert: Während die Lidl-Kampagne (Agentur: Freunde des Hauses, Hamburg) Lifestyle-Welten rund um Aktionswochen und Lidl-Handelsmarken inszeniert, erzählt die Kaufland-Kampagne Geschichten mit klarem PoS-Bezug und verzichtet auf eingebettete Angebotswerbung. cam
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