Karl-Thomas Neumann Warum Social Media bei Opel Chefsache ist

Sonntag, 14. August 2016
Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, genannt "KTN"
Opel-Chef Karl-Thomas Neumann, genannt "KTN"
Foto: Opel
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Opel Karl-Thomas Neumann Twitter Instagram


Karl-Thomas Neumann, CEO bei Opel, postet bei Instagram. Dahinter steckt mehr als nur eine kleine Nachricht. Neumann gehört zu den wenigen Vorstandschefs, die in den sozialen Netzwerken aktiv sind. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt bei Opel Anfang 2013 zeigte er sich auf Twitter. Seitdem hat sich seine Präsenz im Web vervielfacht. Warum eigentlich?

Karl-Thomas Neumann über...

...die Frage, ob jeder CEO in den sozialen Netzwerken aktiv sein sollte:
"Unbedingt! Wer das nicht macht, vergibt eine große Chance. Eine digitale Präsenz, also die Kommunikation über Social Media, sollte wesentlicher Bestandteil des Selbstverständnisses eines jeden CEO sein. Wenn wir uns nicht verändern, erreichen wir keinen Fortschritt. Die Industrie und ihre Akteure müssen sich den neuen Technologien nicht nur fügen, sondern sie aktiv gestalten, auch in der Kommunikation."
Karl-Thomas Neumann auf LinkedIn
Karl-Thomas Neumann auf LinkedIn (Bild: Screenshot linkedin.com)
...wie man als Top-Manager in den sozialen Medien ernst genommen wird:
"Die Grundvoraussetzung ist ganz einfach: Man sollte bereit sein, sich auf neue Dinge einzulassen und das auch nach außen tragen. Wer authentisch ist und auch einmal persönlich Stellung nimmt, wird ernst genommen und hat dazu auch noch Spaß an dieser Art der Kommunikation."

Great start of the day! #feldberg #specialized \KTN

Ein von Karl-Thomas Neumann (KTN) (@ktneumann) gepostetes Foto am

...wie viele der über 2000 Tweets auf seinem Twitter-Profil tatsächlich aus seiner eigenen Feder stammen:
"Wann immer möglich, twittere ich selbst. Meine persönlichen Tweets sind mit meinem Kürzel "/KTN" gekennzeichnet. Das haben wir uns von US-Präsident Obama abgeschaut. Ansonsten kümmert sich mein Social-Media-Team mit gerade mal drei Mitarbeitern um alles. Was ich aber versichern kann: Es geht kein Tweet über meinen Account raus, den ich nicht abgesegnet habe."

... die teilweise mangelnden Social-Media-Skills deutscher Unternehmenslenker:
"Das Thema digitale Transformation ist sicherlich eine Aufgabe, die aus dem Top- Management angestoßen werden muss. Aber ich würde den Rückstand nicht unbedingt darauf schieben, dass es deutschen Führungskräften angeblich an Social-Media-Affinität fehlt. Social Media sind nur ein Teil des großen Themas digitale Transformation. Twitter & Co können helfen, sie sind aber nicht der Schlüssel. Es geht um einen Kulturwandel – und ein solcher Kulturwandel braucht Zeit. Er kann nicht per Dekret verordnet werden."
Karl-Thomas Neumann auf Xing
Karl-Thomas Neumann auf Xing (Bild: Screenshot xing.de)
... seine Erwartungshaltung an seine Manager:
"Ich ermutige mein Team, dabei zu sein. Aber letztlich muss jeder selbst entscheiden, ob er mitmacht und sich in den Social Media wohlfühlt. Würde man hier etwas erzwingen, wäre es nicht authentisch." Interview: mir

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