Kapselkrieg Tchibo und Christian Ulmen lüften Geheimnis um neue Marke Qbo

Mittwoch, 09. März 2016
Christian Ulmen lässt sich von Tchibo-Entwickler Friedrich Kroos das neue System erklären
Christian Ulmen lässt sich von Tchibo-Entwickler Friedrich Kroos das neue System erklären
Foto: dfv

Seit gestern Abend ist die Kapselbranche offiziell um einen ambitionierten Player reicher: Mit ihrem Launch-Event in den Berliner Hackeschen Höfen hat die neue Tchibo-Marke Qbo die Jagd auf Marktführer Nespresso eröffnet - mit viel Technik und prominenter Unterstützung. Was hinter dem digital-vernetzten System steckt.
Große Geheimniskrämerei gibt es bei Tchibo nicht mehr um die neue Marke mit dem innovativen Smartphone-System, die das Hamburger Unternehmen seit vier Jahren in der Schweiz entwickelt hat. Im Namen Qbo sei der zweite Teil, das "bo", sogar als eine Referenz an den Mutterkonzern, so der scheidende Tchibo-Chef Markus Conrad. Man will offenbar nicht auf die große Kaffeekompetenz des Traditionsunternehmens verzichten. Teil eins bezieht sich auf die Würfelform der Kapsel, englisch: cube. Das ist auch nicht nötig, selbst wenn Qbo anders als Tchibo als sehr ambitionierter Pionier eines Haushalts 4.0 gelten kann. Mit einer App wird das Gerät gesteuert, sowohl im Flagship-Store in Berlin-Mitte als auch bei den Heimgeräten, die Ende April ab 299 Euro erhältlich sein werden. Verbraucher können so ihren individuellen Lieblinsgkaffee digital entwerfen und schließlich auch frisch gebrüht genießen. Wichtig sind Qbo auf dem umkämpften Markt dabei drei Aspekte: Nachhaltigkeit, Design und Individualität.
Dafür lud die Marke verschiedene Gäste zum Launch-Event: Neben Design- und Internet-Forscherin Gesche Joost auch den ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer. Die recyclebare Kapsel, die kein Aluminium enthält und laut Qbo 85 Prozent weniger Müll machen soll, sieht der Politiker als guten Schritt, wie er im Gespräch mit Christian Ulmen betonte. Der Schauspieler und Produzent führte als Moderator durch den Abend, wird laut Qbo aber zunächst keine Testimonial-Rolle übernehmen - Vergleiche mit Nespresso-Botschafter George Clooney sind daher fehl am Platz.

Vielmehr sollen bei der Kommunikation rund um Qbo die Maschine und ihre Technik sowie der Kaffee an sich im Vordergrund stehen. Qbo schaltet dafür in den kommenden Wochen Werbung in sozialen Medien und im sonstigen Netz sowie Out-of-Home im erweiterten Umfeld des neuen Flagshipstores. TV und Print soll es wegen der spitzen Zielgruppe nicht geben. In absehbarer Zeit sind noch ein zweiter Laden in Berlin sowie jeweils ein Shop in Wien und Linz geplant. fam
Meist gelesen
stats