Kapsel-Krieg Warum Senseo keine Probleme mit den neuen Nespresso-Maschinen hat

Donnerstag, 05. Dezember 2013
Die Senseo Capsules sind perforiert und müssen nicht angestochen werden
Die Senseo Capsules sind perforiert und müssen nicht angestochen werden


Im Kampf um das lukrative Geschäft mit Kaffeekapseln geht es weiter heiß her. Die Schlagzeilen um die neuen Nespresso-Maschinen, die mit Nachahmer-Kapseln nicht mehr richtig funktionieren sollen, machen gerade erst die Runde, da meldet sich die Konkurrenz zu Wort. Der Kaffeeröster Douwe Egberts, der seit Sommer mit seinen Senseo Capsules um Nespresso-Kunden buhlt, teilt gegenüber HORIZONT.NET mit: "Unsere Kapseln funktionieren auch in der neuen Gerätegeneration."
Für die Hersteller der Kapsel-Klone ist die Thematik prekär: Ob ein Kunde den Nespresso-Vorstoß nun gut findet oder nicht - droht die Gefahr, die eigenen Maschine zu beschädigen, greift er im Zweifel lieber zum Original. Entpuppen sich die zahlreichen Alternativ-Kapseln daraufhin als Regalhüter, wird der Handel sie über kurz oder lang wieder auslisten.

"Nicht alle Kaffee-Kapseln lassen sich über einen Kamm scheren - wie es die Berichterstattung suggeriert", sagt Thorsten Bross, Marketing Director Senseo. Der Manager stellt klar, dass das eigene, unter Senseo Capsules firmierende Produkt weder die Maschine noch den Kaffeegenuss beeinträchtigt: "Die Senseo Capsules werden nicht angestochen, das Wasser fließt direkt durch die Perforation in der Kunststoffkapsel. Das System mit den Aroma-Poren funktioniert auch in den neuen Nespresso-Maschinen."

Douwe Egberts hatte die Senseo Capsules im Sommer diesen Jahres eingeführt und wirbt unter anderem im TV dafür. Der von den Schlagzeilen ebenfalls betroffene Hersteller Mondelez hatte bereits gegenüber dem Schweizer "Sonntags Blick" angekündigt, der Thematik intensiv nachzugehen. Dem Schweizer Boulevardblatt zufolge soll die neue Nespresso-Technik vor allem auf Mondelez abzielen. mh
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