Kampf ums beste Netz 1&1 und JvM/Elbe legen im Werbekrieg mit der Telekom nach

Mittwoch, 14. Oktober 2015
1&1 lässt den Telekom-Mann erneut alt aussehen
1&1 lässt den Telekom-Mann erneut alt aussehen
Foto: Screenshot 1&1

Ring frei für die nächste Runde: Im Werbekrieg um das beste Netz legt 1&1 nach und verpasst der Telekom zum wiederholten Mal eine Watsch'n. Der neue Spot spielt erneut bei der fiktiven Preisverleihung, bei der die United-Internet-Tochter von der Zeitschrift "Connect" für das beste Netz ausgezeichnet wird - und stellt den Telekom-Vertreter wieder als betröppelten Verlierer da. Man darf gespannt sein, ob der Marktführer aus Bonn sich noch einmal zu einer Antwort bemüßigt fühlt.
Rückblende: Anfang August launchten 1&1 und Betreuer Jung von Matt/Elbe einen TV-Spot, bei dem sich ein vermeintlicher Telekom-Vertreter etwas zu früh über die Auszeichnung als bester Netzanbieter freut - und dann blamiert zusehen muss, wie der Konkurrent aus dem Hause United Internet geehrt wird. Nicht nur vor dem Hintergrund, dass 1&1 im Festnetzgeschäft auch Vorleistungen der Telekom nutzt und mit dem Konzern kooperiert, ein mutiger Film. Der Bonner Konzern ließ das allerdings nicht auf sich sitzen und konterte im aktuellen "Familie Heins"-Spot mit einer deutlich subtileren Spitze (Kreation: DDB). Nun legt 1&1 nach und spinnt die Geschichte von der Preisverleihungsgala einfach weiter. Während die Vertreter des Testsiegers ihren Erfolg feiern, Siegerfotos machen lassen und auf der Leinwand im Hintergrund noch einmal die Bilder vom ersten Spot zu sehen sind, telefoniert der Telekom-Mann frustriert mit seiner Zentrale. Die kann ihn aber nur schlecht verstehen, weil er, natürlich, keinen guten Empfang hat. Seine verzweifelte Suche nach einem besseren Signal nutzt der 1&1-Mann schließlich nochmals für die Vermeldung des Testergebnisses.
Telekom
Bild: Telekom

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Stellt sich nun also die Frage, ob die Telekom den Kleinkrieg weiterspinnt und in ihrem nächsten Werbespot wieder auf die Attacke der kleineren Konkurrenz reagiert - beim letzten Mal dauerte es keine vier Wochen, bis die filmische Antwort vorlag. Man kann fast davon ausgehen, dass im Werbekrieg um das beste Netz eine Fortsetzung folgt, schließlich hat dieser bereits eine lange Vorgeschichte: Ende 2013 etwa ließ die Telekom seine Agentur DDB die Wettbewerber auf einer Anzeige zum Thema Netzqualität kurzerhand schwärzen. 2011 warfen die Bonner Vodafone bei einer Kampagne Irreführung der Verbraucher vor. fam
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