Kabel Deutschland Vodafone zieht die Marke endgültig aus dem Verkehr

Mittwoch, 02. September 2015
Das Vodafone-Logo prangt bald auch an den Shops von Kabel Deutschland
Das Vodafone-Logo prangt bald auch an den Shops von Kabel Deutschland
Foto: Vodafone
Themenseiten zu diesem Artikel:

Vodafone Kabel Deutschland Jung von Matt


Kabel Deutschland ist Geschichte. Vodafone schiebt die Marke nach der 11 Milliarden Euro schweren Übernahme des Kabelnetzanbieters nun endgültig aufs Abstellgleis und beendet die Übergangsphase des Co-Brandings. Nach Abschluss der Integration sollen die Unternehmen ab sofort unter der gemeinsamen Marke Vodafone auftreten.
Die Umbenennung von Kabel Deutschland in Vodafone ist für den Konzern ein Meilenstein. Grund: Mit der Festnetzkompetenz von Kabel Deutschland wird der frühere Mobilfunker Vodafone spätestens jetzt zum integrierten Telekommunikationsunternehmen. Allerdings ist mit dem Rebranding eine Heidenarbeit verbunden. Nach HORIZONT-Online-Informationen müssen neben dem Online-Auftritt nun insgesamt 140 Kabel-Deutschland-Shops auf die Vodafone-CI umgerüstet werden. Das ist nicht nur kostspielig. Laut einer Sprecherin wird dieser Prozess auch einige Monate in Anspruch nehmen. 

Dasselbe gilt freilich für die gesamte Kundenansprache - inklusive der klassischen Werbung. In den von Jung von Matt entwickelten TV-Spots und Anzeigen von Vodafone war Kabel Deutschland bis zuletzt ein Thema (siehe Spot oben). Kein Wunder: Denn das Produkt "Zuhause Plus", das 2014 als erste gemeinsame Produktmarke startete, wurde sowohl von Vodafone als auch von Kabel Deutschland vermarktet.

Doch damit ist jetzt Schluss. Laut einer Sprecherin wird die Marke Kabel Deutschland künftig in der Werbung nicht mehr auftauchen. Ausnahme sind bereits eingebuchte TV-Spots und Anzeigen. "Das geht alles auch nicht auf Knopfdruck", so die Sprecherin. Spätestens bei der nächsten Kampagne werde die Marke Kabel Deutschland aber nicht mehr zu sehen sein. 

Manuel Cubero, Chef von Vodafone Deutschland, begründet das Rebranding mit den Fortschritten beim Integrationsprozess. Zudem hätten Umfragen gezeigt, dass die Zeit für den Markenübergang reif sei. Dass sich die Kosten für den Zusammenschluss am Ende auszahlen, bezweifelt Cubero nicht: "Wir wachsen gemeinsam heute stärker als zuvor alleine: Rund eine Million neue Breitbandverträge im letzten Geschäftsjahr sprechen für sich." 
mas
Meist gelesen
stats