KFC Warum der Hähnchenbrater seine neue Markenkampagne tief in der Nacht startet

Montag, 08. Februar 2016
In der neuen KFC-Kampagne muss sich die Oper dem Brathähnchen geschlagen geben
In der neuen KFC-Kampagne muss sich die Oper dem Brathähnchen geschlagen geben
Foto: KFC

Offziell startet die neue Markenkampagne von Kentucky Fried Chicken erst am 9. Februar. Doch seine eigentliche Premiere feierte der von Serviceplan Campaign kreierte Auftritt schon am Sonntag tief in der Nacht. Denn KFC nutzte nun schon zum zweiten Mal die Live-Übertragung des Super Bowls, um seine Marke in diesem uramerikanischen Kontext zu inszenieren. In diesem Jahr dürfte die Platzierung sogar besonders effektiv sein, denn KFC setzt jetzt auch im deutschen Markt auf seinen amerikanischen Traditionsclaim: "It’s finger lickin‘ good".
Die amerikanische Fastfood-Marke konzentriert sich mit ihrer neuen Kampagne deutlich stärker auf ihren Markenkern. KFC stellt zum ersten Mal das Hero Produkt des Menüs, den Bucket, in den Mittelpunkt der Produktdarstellung. Und auch der in den 50er Jahren entstandene Claim "It's finger lickin' good" ist tief in der Markengeschichte verwurzelt. Der aktuellen TV-Spot (Produktion: Wanda Germany) zeigt den Protagonisten mit seiner Freundin und einem befreundeten Paar in der Oper, für die er offensichtlich nicht viel übrig hat. Er stiehlt sich in der Pause davon und flüchtet zu KFC, wo er den Mann des befreundeten Pärchens trifft, der diesselbe Idee hatte. "Der TV-Spot transportiert die Botschaft, dass jeder bei KFC willkommen ist und vollkommen ungezwungen genauso sein darf, wie er ist. Denn nur dann sind wir authentisch, glaubwürdig und letztendlich glücklich", sagt Thorsk Westphal, Chief Marketing Officer bei KFC Deutschland.
Gleichzeitig präsentiert die Marke ein neues Logo mit einem nicht ganz unbekannten Claim. Die neue Kommunikationsstrategie schlage sich auch in einem überarbeiteten Logo nieder: „Damit wollen wir die Historie, die Tradition und den Markenkern von KFC wieder mehr in den Vordergrund stellen. Es zeigt Colonel Harland Sanders, den Gründer der Marke, der mit seiner Kochschürze die Kochkompetenz von KFC transportiert."

Mit der Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln verabschiedet sich KFC allerdings von einigen Kommunikationszielen, die sich das Unternehmen 2013 zum Einstieg in die TV-Werbung setzte. So versuchte sich KFC damals unter dem Slogan "Ist das noch Fastfood?" von dem Branchenimage der ungesunden und qualitativ enttäuschenden Ernährung zu verabschieden. Die Spots waren zudem deutlich weniger geschlechterspezifisch ausgerichtet und versuchten erkennbar auch Kundinnen anzusprechen.

Davon ist in der neuen Kampagne nichts mehr zu spüren. In dem TV-Spot sind es ausschließlich Männer, die bei KFC Entspannung suchen. Und das Produktversprechen konzentriert sich auf den schnellen und ungezwungenen Genuss - der klassische USP der Fastfood-Branche. Die Kampagne läuft in TV, Online, auf der KFC Facebook Fanpage und unter www.kfc.de. cam
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