Juniper Research Internet der Dinge soll sich bis 2020 verdreifachen

Dienstag, 28. Juli 2015
Das "Internet der Dinge" wächst ungebremst weiter
Das "Internet der Dinge" wächst ungebremst weiter
Foto: Colourbox
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Marktforschungsunternehmen Steffen Sorrell


Das Internet der Dinge ist besonders in Deutschland noch wenigen Menschen ein Begriff.  Dass das so bleibt, ist unwahrscheinlich. Grund:  Die Zahl der mit dem Internet vernetzten Alltagsgegenstände soll deutlich wachsen. Wie Ergebnisse der Untersuchung "Internet of Things" des Marktforschungsunternehmens Juniper Research jetzt zeigen, soll sich die Anzahl der mit dem Internet verbundenen Endgeräte bis 2020 verdreifachen.
Juniper definiert das Internet der Dinge als "Kombination von Geräten und Software-Systemen, verbunden per Internet, wobei Daten produziert, empfangen und analysiert werden". Ziel solcher Systeme sei die Verbesserung von Lebensqualität und Effizienz, zudem seien sie wertschaffend und kostenreduzierend. Derzeit gibt es laut Juniper Research weltweit 13,4 Milliarden solcher Geräte. Der Schätzung des britischen Marktforschungsunternehmens zufolge soll sich diese Zahl bis zum Jahr 2020 fast verdreifachen und auf ungefähr 38,5 Millarden Geräte steigen. Der Großteil soll auf den Industrie- und den öffentlichen Sektor entfallen. Hier soll das Internet der Dinge eine große Rolle zum Beispiel im Einzelhandel, in der Landwirtschaft und in "intelligenten Häusern" spielen. Aber auch im Alltagsleben werden Geräte wie zum Beispiel vernetzte Kühlschränke oder Haushaltsgeräte, die sich per App steuern lassen, wohl immer mehr Einzug halten.

"Wir befinden uns noch in einem frühen Stadium des Internets der Dinge. Es bleibt eine große Herausforderung zu wissen, welche Informationen gesammelt werden sollen und wie sie in Back Office Systeme integriert werden sollen," so Steffen Sorrell, Autor der Studie "The Internet of Things: Consumer, Industrial & Public Services 2015-2020".

Denn Geräte einfach nur mit dem Internet zu verbinden reiche nicht aus, um Informationen zu generieren. Das sei erst der Fall, wenn Daten gesammelt, analysiert und verstanden würden, so Juniper Research in seiner Mitteilung.

Natürlich spielen auch Kompatibilitätshürden der Systeme und Geräte noch eine große Rolle dabei, wie schnell oder langsam der Fortschritt des Internets der Dinge vonstatten geht. Die Studienautoren rechnen allerdings damit, dass es bei der Normierung Fortschritte gibt und die Hürden überwunden werden. jp
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