Jung von Matt Wie 1&1 der Telekom zu einem peinlichen Gala-Auftritt verhilft

Donnerstag, 06. August 2015
In dem 1&1-Spot trägt der Telekom-Vertreter natürlich Magenta
In dem 1&1-Spot trägt der Telekom-Vertreter natürlich Magenta
Foto: Unternehmen
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Deutsche Telekom 1&1 Jung von Matt Elbe


Siegen macht immer mehr Spaß, wenn sich die Konkurrenz ärgert. Das denkt auch der Netzwerk-Provider 1&1 und lässt zum eigenen Testsieg die Deutsche Telekom schlecht aussehen. In dem von Jung von Matt/Elbe kreierten Spot wird eine hollywoodreife Preisverleihungsgala für den - tatsächlich existierenden - Netzwerk-Test der Zeitschrift "Connect" simuliert. Und ein Gast mit Magenta-Käppi macht dabei eine besonders schlechte Figur.
Es ist ein Dilemma, das auch professionellen Schauspielern nicht ganz unbekannt ist: Man sitzt bei einer Preisverleihung und gehört zu den möglichen Siegern. Ab welchen Moment darf man sich offiziell freuen? Wieviel Bescheidenheit sollte man zeigen, wenn die Kamera auf die Kandidaten zielt? Mit diesen Fragen hat der Vertreter der Deutschen Telekom in dem 1&1-Spot (Filmproduktion: Rabbicorn) kein Problem. Er setzt sich, noch während die Laudatorin spricht, das magentafarbene Käppi auf, erhebt sich von seinem Sessel und geht  schon einmal prophylaktisch in Siegerpose. Um so peinlicher ist dann das Ergebnis des Festnetz-Tests der Zeitschrift "Connect": Denn der Sieger heißt eben nicht Telekom, sondern in diesem Jahr 1&1.
Dass sich 1&1 zu dem Ergebnis des Qualitätstests einen eigenen TV-Spot geleistet hat, ist jedoch mehr als nur ein humorvolles Nachtreten gegen den ewigen Marktführer Telekom. Die Marke in Blau fällt normalerweise nur mit aggressiven Preisangeboten auf. Da ist ein von externen Experten geliefertes Qualitätsargument willkommenes Futter fürs Marketing. Die am 1. August angelaufene Kampagne kann dabei allerdings nur eine Lösung auf Zeit sein. Denn irgendwann geht auch die schönste Siegesfeier einmal zuende. cam  
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