Jung von Matt Weihnachtskampagne Warum im Edeka-Spot ein verzweifelter Großvater seinen Tod vortäuscht

Samstag, 28. November 2015
In der neuen Weihnachtskampagne wartet ein alter Herr auf den Besuch seine Familie
In der neuen Weihnachtskampagne wartet ein alter Herr auf den Besuch seine Familie
Foto: Edeka
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Weihnachten EDEKA Jung von Matt John Lewis


Auch in diesem Jahr setzt Edeka einen ganz besonderen Werbeakzent zu Weihnachten. Und die neue Kampagne "Heimkommen", die am Wochenende gestartet ist, dürfte besonders aus der Flut der Wohlfühlclips herausstechen. Denn hier muss ein Großvater erst sterben, um die Familie zum großen Weihnachtsfest zusammenzubringen. Mit dem Clip, der bereits nach zwei Tagen sensationelle 4,3 Millionen Mal angeschaut wurde, riskieren Edeka und seine Agentur ausgerechnet zum Fest der Besinnlichkeit eine öffentliche Debatte.

Die Story der Edeka-Kampagne (Filmproduktion: Tempomedia) versucht dabei die großen Gefühle der Feiertage mit einem kräftigen Schuss Realität zu mischen. So beginnt der Film mit einem älteren Herren, der auf seinem Anrufbeantworter die Absagen seiner Kinder zu den Feiertagen hört. Eine ähnliche Thematik bedient auch die aktuelle Kampagne der britischen Kaufhauskette John Lewis "Man on the Moon", die die Einsamkeit vieler älterer Menschen zur Weihnachtszeit zum Thema macht. Anders als bei dem John-Lewis-Spot hilft der Protagonist der Edeka-Kampagne sich selbst und täuscht seinen eigenen Tod vor, um Kinder und Enkel nach mehreren gescheiterten Versuchen wieder an der heimatlichen Weihnachtstafel zu vereinen. Denn schließlich möchte niemand der Trauerfeier des eigenen Vaters und Großvaters fern bleiben. Die traurigen Gesichter verwandeln sich aber zu freudigem Strahlen, als der vermeintlich Verstorbene die Familie gesund und munter im weihnachtlich geschmückten Haus empfängt. Es folgt ein Weihnachtsmahl an der großen Tafel, das zum besinnlichen Genuss für die ganze Familie wird. Die Geschichte soll so zum Aufruf an das Publikum werden, sich in der Weihnachtszeit Zeit fürs Miteinander und für besinnliche Momente zu nehmen.

Das Publikum vor den Bildschirmen dürfte die Werbekampagne jedoch kräftig spalten. Ein Zuschauer wird die Story als Effekthascherei ablehnen, während dem anderen Teil gefallen könnte, dass es "Heimkommen" gelingt, seine Geschichte aus den realen Problemen bei der Planung einer Familienfeier zu entwickeln.

Edeka verspricht sich jedoch offensichtlich viel von der Kampagnenidee. Erstmals wird der Film nicht nur online, sondern auch im Kino und auf ausgewählten Sendeplätzen im TV zu sehen sein. Dazu gibt es ein begleitendes Online-Gewinnspiel, das die Thematik des Videos aufgreift und die Nutzer aufruft, ihre ganz eigenen Momente, die sie mit der Weihnachtszeit und dem Begriff #heimkommen verbinden, auf Facebook oder Instagram zu teilen.  Bis zum 13. Dezember 2015 können sie Fotos unter dem Hashtag #heimkommen auf Facebook oder Instagram hochladen, die sie mit dem Thema Weihnachten und Heimkommen verbinden. cam

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