Jung von Matt Kampagne Wüstenrot will keine Bausparkasse mehr sein

Montag, 15. Februar 2016
Der neue Wüstenrot-Spot von JvM
Der neue Wüstenrot-Spot von JvM
Foto: Wüstenrot

"Schaffe, schaffe, Häusle baue" - mit diesem Sprichwort können junge Leute heutzutage nicht mehr wirklich viel anfangen. In die Jahre gekommen ist auch das Bausparen. Und zwar offenbar so sehr, dass mit Wüstenrot nun der Erfinder des Bausparvertrags eben dieses Wort nicht mehr in den Mund nehmen will. In der von Jung von Matt entwickelten neuen Kampagne des Unternehmens ist dagegen von "Wohnsparen" die Rede.
Mit dem Strategieschwenk in der Kommunikation reagiert Wüstenrot darauf, dass die angehenden Immobilienbesitzer anders als früher eben nicht mehr nur von einem eigenen, Stein auf Stein gebauten Haus, sondern immer häufiger auch von einer schicken Altbauwohnung in der Stadt träumen. Mit dem Run auf Bestandsimmobilien hat sich der Begriff Bausparen aus Sicht von Wüstenrot überlebt. Lösen will das Unternehmen das Dilemma mit dem neuen Begriff "Wohnsparen", der den veränderten Kundenbedürfnissen und dem Zeitgeist besser Rechung tragen soll.
Kommuniziert wird das Ganze mit einer von Jung von Matt entwickelten Kampagne. Die von 539090 unter der Regie von Jorn Haagen produzierten TV-, Kino- und Online-Spots sowie die Online- und Mobile-Banner zeigen Menschen jeweils in genau dem Augenblick, in dem sie realisieren, dass ihr großer Wunsch nach Wohneigentum endlich eingetreten ist. Katrin Schwartzentruber-Koch, verantwortliche Leiterin Brand Management bei Wüstenrot, will damit den Markenclaim "Wünsche werden Wirklichkeit" mit Leben füllen. "Das Glücksempfinden, das wir damit beim Kunden auslösen, zieht sich als roter Faden durch unsere Kommunikation", sagt Schwartzentruber-Koch.
Wüstenrot beschwört das "Endlich"-Gefühl
Wüstenrot beschwört das "Endlich"-Gefühl (Bild: Wüstenrot)
Bei der Mediaplanung setzt die verantwortliche Agentur OMD auf eine enge Verzahnung von TV und Online. „Selbst ältere Zielgruppen zeigen mittlerweile in den klassischen Medien deutliche Potenzialverluste. Aus unserer Sicht ist die klassische Planung der Medien nach TV und Online nicht mehr zeitgemäß", sagt Frank Mense, Director Client Service bei OMD Düsseldorf. Aus seiner Sicht hat daher "die klassische Mediagießkanne ausgedient“. mas
Meist gelesen
stats