"Jeder einzelne Kunde ist uns wichtig" Volkswagen wirbt mit Printkampagne erneut um Vertrauen

Freitag, 30. Dezember 2016
VW geht erneut auf die Kunden zu
VW geht erneut auf die Kunden zu
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Zum Jahresende nimmt Volkswagen noch einmal Geld in die Hand, um bei den Kunden um Vertrauen in die Marke zu werben. Der Autohersteller tut dies auf ganzseitigen Anzeigen, die am heutigen Freitag unter anderem in "Bild", "Handelsblatt", "Süddeutscher Zeitung" und "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" erscheinen.
Die Überschrift des Anzeigentextes lautet "Jeder einzelne Kunde ist uns wichtig". Darunter informiert VW die Kunden über den aktuellen Stand der Umrüstung der von dem Manipulationsskandal betroffenen Dieselmotoren. "Wir werden auch in Zukunft weiter rund um die Uhr daran arbeiten, Ihr Vertrauen in die Marke Volkswagen wieder herzustellen", versprechen die Wolfsburger weiter. "Und wir sind erst 100 % zufrieden, wenn unsere Kunden mit Volkswagen wieder 100 % zufrieden sind." Bereits zu Beginn des Jahres hatte VW in Anzeigen die Kunden um ihr Vertrauen gebeten.
Die Anzeige erscheint unter anderem in "Bild"
Die Anzeige erscheint unter anderem in "Bild" (Bild: HORIZONT)
Die aktuellen Entwicklungen geben VW durchaus Grund zum Optimismus. Wie das "Handelsblatt" heute auf seiner Titelseite berichtet, steht der Autobauer kurz davor, den großen Rivalen Toyota bei den Absatzzahlen zu überholen. Demnach hat VW in den ersten elf Monaten des Jahres 9,4 Millionen Fahrzeuge verkauft - der japanische Hersteller hat 10,1 Millionen Verkäufe angekündigt. "Volkswagen könnte 2016 sogar das beste Verkaufsergebnis aller Zeiten erzielen", heißt es im "Handelsblatt".
Dennoch werden die Nachwirkungen des Dieselskandals vom September 2015, als VW millionenfache Manipulationen mit einer Täuschungssoftware zugeben musste, noch lange nachwirken. So hat der Rechtsdienstleister My-Right eine Massenklage im Namen Betroffener gegen den Autohersteller angekündigt. Die Klage werde am 3. Januar beim Landgericht Braunschweig eingereicht, heißt es. Darüber hinaus blüht VW in den USA ein Entschädigungsprogramm, das den Konzern etwa 16 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 15,3 Milliarden Euro) kosten dürfte.
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Bild: Volkswagen

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Volkswagen versucht daher seit geraumer Zeit, einen internen Kulturwandel sowie Innovationen auf Produktseite 
voranzutreiben. Beim Thema Elektromobilität starteten die Wolfsburger die Strategie "Transform 2025+", um in diesem Bereich in die Weltspitze vorzustoßen. Zudem sollen in dem neuen Unternehmen Moia Dienstleistungen wie Vermittlung von Fahrten oder Einbindung des öffentlichen Nahverkehrs gebündelt werden. Zudem will VW mit dem Programm "Together 2025" für eine bessere Binnenkultur sorgen. Das Ziel: Weniger Hierarchie, mehr Selbstkritik und Transparenz. ire
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