Jeans-Streit New Yorker muss Levi's Schadenersatz zahlen

Freitag, 19. September 2014
Levi's verteidigt sein Jeans-Design
Levi's verteidigt sein Jeans-Design
Foto: Foto: Levi´s

Die Modekette New Yorker muss im Jeans-Streit mit Levi's eine Niederlage einstecken: Das Oberlandesgericht Hamburg verdonnerte New Yorker dazu, Schadenersatz an das US-Label zu zahlen und keine Hosen mehr zu verkaufen, die denen von Levi's zu ähnlich sind. Levi's hatte dem deutschen Unternehmen vorgeworfen, die Ziernaht auf den Hintertaschen seiner Jeans kopiert zu haben.
Wie viel New Yorker tatsächlich berappen muss, ist noch unklar. Levi's jedenfalls verlangt wohl 50 Euro pro verkaufter Jeans. Um die genaue Höhe des Schadenersatzes feststellen zu können, forderte das Gericht New Yorker laut der Nachrichtenagentur dpa auf, seine Umsätze offenzulegen. Die Möglichkeiten für das Unternehmen, sich gegen das Urteil zu wehren, sind spärlich: Eine Revision hat das Oberlandesgericht nicht zugelassen. Einer Gerichtssprecherin zufolge könne New Yorker jedoch beim Bundesgerichtshof eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einreichen. Es ist davon auszugehen, dass die Modekette davon Gebrauch machen wird. New-Yorker-Chef Friedrich Knapp hatte den offenbar schon länger schwelenden Streit kürzlich öffentlich gemacht und angekündigt, "alle zur Verfügung stehende Folgeinstanzen anzurufen". Gegen Levi's  erhob Knapp schwere Vorwürfe. Das Vorgehen der Amerikaner sei "eine Methode, um uns und andere Jeansanbieter in Deutschland zu schädigen und Geld einzutreiben." ire
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